Solothurner Wetter
Die HESO wurde zur SOSO

Der September 2016 war ein wahrlich goldener: Zu warm und zu trocken machte er auch die Herbstmesse zur «Sommermesse Solothurn SOSO».

Wolfgang Wagmann
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Die HESO könnte fast schon eine Sommermesse sein, bei den Temperaturen, die der September für uns bereit hielt.

Die HESO könnte fast schon eine Sommermesse sein, bei den Temperaturen, die der September für uns bereit hielt.

Hanspeter Baertschi

Eher sommerlich denn herbstlich fiel allein schon das Monatsmittel bei den Temperaturen aus: Mit 16,4 Grad übertraf der September 2016 den langjährigen Durchschnittswert um gut ein Grad.

Nur gerade an acht Tagen wurde meist geringer Niederschlag registriert, sodass in Solothurn lediglich eine Monatsregenmenge von 54 Litern pro Quadratmeter zusammen kam. Mit nur der Hälfte der Normalmenge blieb der September ähnlich trocken wie der Vormonat August.

Des Pilzsammlers Frust

Damit fiel auch die die Pilzsaison wie schon im Vorjahr wieder flach - in den furztrockenen Wäldern fanden sich höchstens noch die trockenheitsresistenten Eierschwämme. Dagegen kamen die Badi-Freaks und Aare-Fans noch lange auf ihre Kosten, denn bis zum kleinen Wetterumschwung Mitte Monat lag das Aarewasser konstant über der 20-Grad-Marke.

Noch fast hochsommerlich waren die ersten drei Septembertage mit Tagesmaxima nur wenig unter der 30-Grad-Grenze. Ausgerechnet das erste Wochenende des Monats fiel aber ins Wasser, vor allem der Sonntag, 5. September, brachte mit 18 Litern Regen pro Quadratmeter endlich wieder etwas «Zählbares» für die Gartenpflanzen.

Das wars dann auch schon gewesen in Sachen Schlechtwetter, denn nun folgte bis zum 15. September ein Tag nach dem anderen mit dem immer gleichen Strickmuster: Morgens ging in der Regel noch nebelfrei die Sonne bei angenehmen 15, 16 Grad auf, zeigte sich dann fast uneingeschränkt den ganzen Tag lang, um die Luft noch regelmässig auf 28 bis 29 Grad aufzuheizen.

Der älteste Solothurner

Das zweite «Regen-Periödeli» fiel nach der Monatsmitte etwas deftiger aus als die erste und bisher einzige des Monats. Vier Tage lang war es nun mehrheitlich bewölkt, und vor allem war der regenreichste Tag mit dem 18. September wieder ausgerechnet ein Sonntag.

Die 27 Liter, die es bis zum darauffolgenden Montag gab, konnten jedoch in Sachen Trockenheit wenig Entlastung bringen. Der Boden war aber nun genug angefeuchtet, dass der älteste Solothurner, der Nebel, sich nun bei wieder schönem Hochdruckwetter fast jeden Tag mehr oder weniger hartnäckig hielt.

Das Grau waberte so ein- zweimal bis zur Mittagsstunde herum. Trotzdem gab es eine sehr angenehme, warme HESO-Woche mit jeweils Nachmittagstemperaturen von mehr als 20 Grad.

Winter in Sicht?

Dieses Wochenende wird durchzogen, danach haben wir noch ein bissschen «goldenen Oktober» zugut, ehe es dann richtig garstig werden könnte. Üblicherweise fällt der erste Schnee bei uns auf dem Berg in der zweiten Oktoberwoche. Das könnte auch diesmal der Fall sein, zeigen doch die Modelle auf die Monatsmitte hin einen massiven Polarluft-Einbruch an.