Verein Hohenlinden

Die HESO-Präsenz zahlte sich aus

Sie freuen sich auf die HESO (v. l.): Brigitte Kober (Leiterin Hohenlinden), Jean-Marc Bürgi (Vize-Stiftungsratspräsident Hohenlinden), Yosim Halis (Auszubildende Hohenlinden), Stefan Ulrich (Geschäftsführer Region Olten Tourismus), Stefan Gut (Projektleiter Hohenlinden), Andreas Gasche (Projektleiter Sonderschau), Georg Kaufmann (Baudienst HESO), Urs Unterlerchner (Präsident Geschäftsleitung HESO), Thomas Zindel und Michèle Müller (Geschäftsstelle HESO).

Sie freuen sich auf die HESO (v. l.): Brigitte Kober (Leiterin Hohenlinden), Jean-Marc Bürgi (Vize-Stiftungsratspräsident Hohenlinden), Yosim Halis (Auszubildende Hohenlinden), Stefan Ulrich (Geschäftsführer Region Olten Tourismus), Stefan Gut (Projektleiter Hohenlinden), Andreas Gasche (Projektleiter Sonderschau), Georg Kaufmann (Baudienst HESO), Urs Unterlerchner (Präsident Geschäftsleitung HESO), Thomas Zindel und Michèle Müller (Geschäftsstelle HESO).

Die Angebote der Solothurner Hauswirtschaftschule werden vielfältiger und flexibler.

«Wir sind immer noch begeistert, wie viel öffentliche Aufmerksamkeit die Beteiligung unserer Institution an der HESO einbrachte», erinnerte Markus Jordi, Präsident des Vereins Hohenlinden, an den letztjährigen Auftritt an der Herbstmesse Solothurn und dankte Stefan Gut für die umsichtige Projektleitung. Vor 37 Mitgliedern des 126 Angehörige und 28 Gönner zählenden Mitgliedervereins griff er weitere «grosse und kleine Momente» der Jahresarbeit 2015 heraus. Dank vielen neu entstandenen Reaktionen und Kontakten ergäben sich realistische Möglichkeiten zur beruflichen Integration, «um unseren Lernenden weitere Chancen zu bieten». Zwei Arbeitsgruppen haben sich inzwischen mit der Zukunft der Schule und ihren hauswirtschaftlich gestützten Ausbildungsgängen befasst und sie als Folge kurzfristiger Unterbelegung für eine veränderte Nachfrage weiterentwickelt.

Neu auch für junge Männer

Institutionsleiterin Brigitte Kober stellte die Neuerungen im Schulprogramm vor. Ab Sommer sind auch junge Männer für die zweijährige Ausbildung zum Hauswirtschaftspraktiker willkommen. Ein erster Vertrag wurde bereits abgeschlossen, und Gespräche mit weiteren Interessenten laufen.

Die Ausbildung für junge Frauen wurde mit Spezialisierungen ergänzt. Für die vielen Kindertagesstätten kombiniert Hohenlinden die Hauswirtschaft mit der Fachrichtung Kleinkinderbetreuung. Für die Arbeitsgänge in der Gemeinschaftsgastronomie, in Coiffeursalons sowie für Wäscherei und Reinigung stehen demnächst gezielt ausgebildete Kräfte zur Verfügung. Alle Ausbildungsgänge richten sich nach den Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen, die mit dem hauswirtschaftlichen Teil unterschiedliche Abschlüsse der IV-Anlehre, mit dem Eidgenössischen Berufsattest EBA und als Berufsfachleute mit Fähigkeitszeugnis erlangen können.

Die Anmeldungen für das im Sommer beginnende Schuljahr laufen. Es gebe aber noch freie Plätze, lud Brigitte Kober Unentschlossene ein. Auch das «Coaching on the Job» und die «Begleitete Externe Ausbildung» für Personen mit einer Beeinträchtigung zählen zum erweiterten Hohenlinden-Angebot.

Eine Pioniertat

Wo erlangen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eine Ausbildung, um im Arbeitsmarkt Fuss fassen zu können? Hohenlinden hat deshalb gemeinsam mit kantonalen Stellen ein Pilotprojekt zu Ausbildung und Integration aufgelegt, von dem bald fünf junge Leute aus Eritrea profitieren werden. Laut Kober haben deren in der Schule erfolgten Schnuppereinsätze viel Bereitwilligkeit gezeigt. «Diese jungen Menschen werden sich bei uns mühelos einfügen können, denn schon jetzt ist die Crew unserer Lernenden sehr farbig.»

Mit «Härzbluet»

Einstimmig im Amt bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Anna Rüefli, Josefa Welti, Irene Froelicher, Hans-Peter Berger, Regierungsrat Roland Heim, Brigitte Kober (von Amtes wegen) und Peter Kambli als freier Mitarbeiter. Obwohl er als Stiftungsrat nach zwölf Jahren demissioniert hat, wolle man im Vereinsvorstand nicht auf seine Erfahrung verzichten, betonte der gleichfalls wiedergewählte Präsident Markus Jordi, dem für «Härzbluet» und Engagement gedankt wurde. Neu im Vorstand nimmt Hansruedi Moor als Präsident der seit 1962 bestehenden Stiftung Hohenlinden Einsitz. Die Vereinsrechnung wurde einstimmig genehmigt, zumal sie dank dem HESO-Einsatz den budgetierten Verlust von rund 12 000 auf 4800 Franken senken konnte. Das Vereins-Eigenkapital von 212 000 Franken trägt das kleine Defizit.

«Bildung, die haften bleibt»

Unter diesem neuen Leitspruch sorgt Hohenlinden auch für verschiedenartige Wohnmöglichkeiten. Junge Menschen, die auf viel Unterstützung angewiesen sind, werden im Haupthaus oder in einer Aussenwohngruppe engmaschig betreut. Daneben bestehen sozialpädagogisch begleitete Aussenwohngruppen bis hin zum selbstständigen Wohnen.

Die Wahl und Unterstützung der Wohnsituation setzt die Gutsprache eines Kostenträgers voraus. Für die Hohenlinden-Leitung bedeutet das Wohnen jeweils einen wichtigen Schritt zur gelebten Selbstverantwortung junger Leute.

Nach einer informativ-humorvollen Dokumentation von Lernenden zum Thema «Haltet die Schweiz sauber» ging es mit Musik in den zweiten Teil der Mitgliederversammlung mit einem insgesamt 90-köpfigem Publikum.

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