Werden die Tage kürzer, kommt auch beim kulturellen Herzschlag der Stadt wieder Tempo auf. Dies gilt auch für den «Kulturm», dessen Herbstsaison am kommenden Donnerstag anläuft – mit «Die Sieger» , einem preisgekrönten Kabarett-Quartett, das mit Satire und durch feine Beobachtungsgabe besticht. Am gleichen Abend eröffnet im Kulturm auch die Solothurner Fotografin Lesley Kennel ihre Ausstellung. Der Freitag wird von Balkan-Gypsy-Folk der Band «Musique en Route» dominiert sein, während am Samstag die Italo-Pop-Sängerin Ade aus Biberist das Eröffnungswochenende abrundet.

Frische Programmstruktur

Neu in dieser Saison: Kultur kommt neu in Blöcken daher. Jeweils ein Wochenende im Monat ist für öffentliche Anlässe reserviert. «So haben wir in dieser Saison vier kleine Festivalweekends jeweils von Donnerstag bis Samstag», erläutert Anja Lauper, Konzertverantwortliche im «Kulturm». Die Absicht dahinter: Dadurch lassen sich die Logistik und die Einsätze der freiwilligen Helfer besser organisieren. Ausserdem sind während eines ganzen solchen Festivals auch die saisonale Fotoausstellung und die Lounge-Bar zugänglich. Nach dem Startwochenende ist im monatlichen Regelturnus geplant, am Donnerstag kostenlos ein regionales Lounge-Konzert zu organisieren, am Freitag schweizweit bekannte Akteure auftreten zu lassen und am Samstag für Kleinkunst und Partys Raum zu bieten.

Zu den Programmhöhepunkten zählen unter anderem die Singer-Songwriter-Nacht mit drei Schweizer Musikern oder die «Round’n’Round»-Party, die den 50er- bis 70er-Jahren huldigt. Aber auch die Lounge-Konzerte mit regionalen Bands wie «Blue Raincoats», «Dana» und «Gibberish» dürften für zahlreiches Publikum sorgen. «Gerade regionale Konzerte sind jeweils gut besucht», weiss Anja Lauper.

Neben einer Auffrischung in der Programmstruktur des «Kulturms» wurde stellenweise auch die Inneneinrichtung erneuert. Konkret erhielt die Lounge im Untergeschoss einen neuen, frischeren und helleren Anstrich sowie eine neue Möblierung. Kulinarisch bleibt sich sonst alles gleich, versichert Lauper: vor allem der hauseigene Flammkuchen.

Rund 25 Leute umfasst das Team des «Kulturms», davon zählen rund 10 zur Kerngruppe. «Doch es gibt häufige Wechsel, weswegen wir immer wieder nach der Suche nach neuen Helfern sind», sagt Lauper. Aktuell gesucht sind Freiwillige mit Affinität für Marketing, für Koordinationsaufgaben sowie für die Leitung einzelner Anlässe. Ohne Freiwilligenarbeit wäre der «Kulturm»-Betrieb ohnehin unmöglich, wie auch Lauper verdeutlicht. Darüber hinaus sorgen freiwillige Beiträge, die Unterstützung durch Sponsoren und Eintrittseinnahmen für den finanziellen Boden – so dass unter dem Strich eine schwarze Null resultiert. «Darüber ist man in der Kultur ja gemeinhin bereits froh», sagt Lauper.

Details zum Programm: www.kulturm.ch