Solothurn
Die Hardrocker von «Killer» nehmen bald ihr neues Album auf – diesmal mit Ballade

Nach vielen Umwegen ist das langersehnte neue Album der Solothurner Band auf gutem Weg – auch dank dem neuen Leadsänger Patrick Strobel.

Florian Schmitz
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Hündin Joya zusammen mit der aktuellen Killer-Formation (v.l.): Crown Kocher (Gitarre), Roberto Antonucci (Drums), Mirko Buccio (Bass), Patrick Strobel (Gesang) und Peter Berger (Gitarre).

Hündin Joya zusammen mit der aktuellen Killer-Formation (v.l.): Crown Kocher (Gitarre), Roberto Antonucci (Drums), Mirko Buccio (Bass), Patrick Strobel (Gesang) und Peter Berger (Gitarre).

Zur Verfügung gestellt

«Paddy ist der absolute Jackpot», jubiliert Crown Kocher. Der Gitarrist und Mitgründer von «Killer» ist erleichtert, dass bei den Solothurner Hardrockern endlich wieder die Musik im Fokus steht. Kürzlich vermeldete die 1979 gegründete Band, dass sie mit Patrick «Paddy» Strobel einen neuen Leadsänger gefunden hat. Damit hat auch die Produktion am zwischendurch auf Eis gelegten Album wieder Fahrt aufgenommen.

Kochers Freude ist umso grösser, weil es bis vor kurzem düster aussah: «Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben», sagt der 66-Jährige. Nachdem beim Crowdfunding für die Albumaufnahme vor rund einem Jahr 11 370 Franken zusammenkamen, «fing das Desaster an.» Kocher schrieb neue Songs, aber Sänger Andy Lickford habe kaum Zeit gehabt für die Band. Schliesslich zog Kocher den Stecker und suchte für das geplante Album einen neuen Sänger, woraufhin Lickford «Killer» verliess. Ein Ersatz-Casting über Social Media verlief erfolglos. Dann zeigte Gitarrist Peter Berger Kocher ein Video von Strobel, in dem der Konstanzer bei «The Voice of Germany» mit «Rock and Roll» von Led Zeppelin die Coaches begeisterte. «Ich schaute das Video und sagte: Das wird unser neuer Sänger», so Kocher.

Er ergriff die Flucht nach vorne: In der Folge reiste die Band für eine Kennenlern-Jamsession nach Konstanz: «Es war ein musikalischer Orgasmus», schwärmt er. Kurz später sagte Strobel zu.

Stand jetzt hat «Killer» für das neue Album 15 Songs in petto, die mehr oder weniger fertig sind – darunter auch eine gefühlvolle Ballade. Derzeit läuft die Vorproduktion und im Frühling soll es dann ins Studio gehen. «Wir arbeiten im Moment täglich an der neuen Platte», sagt Kocher. Und nicht zuletzt freut er sich riesig darauf, den Crowdfunding-Unterstützern bald das langversprochene Album vorlegen zu können.