Hafebar

Die Hafebar blickt auf erfolgreiche erste zehn Jahre zurück

Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten schauen die Betreiber auf zehn Erfolgsjahre zurück. Seit 2002 hat sich die «Hafebar» am Kreuzackerquai zu einem stattlichen Betrieb mit rund 20 Barleuten auf Stundenbasis gemausert.

Es war zu jener Zeit, als Solothurn auf die Gassen hinaus zügelte. Genauer: als das Gastrogewerbe damit anfing, seine Angebote unter freiem Himmel aufzutischen, sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen. Damals vor genau zehn Jahren schoss im Rahmen dieser neuen Freiluft-Ära zur Abwechslung auch mal auf der Südseite der Aare eine Open-Air-Bar aus dem Boden: die «Hafebar», die seither mit den Jahreszeiten kommt und geht und dabei vorher ersehnt und nachher vermisst wird: «Schon Anfang April bekommt Solothurn das Kribbeln im Bauch», stellt Stefanie Probst fest, die zusammen mit Nicole Plüer die Barleitung innehat.

Es folgen jeweils bis 110 nutzbare Tage Sonnenschein und Sternenzelt – oder zumindest akzeptables Outdoor-Wetter. «Im Herbst dann markiert der Aufbau des Marronistandes unser Saisonende. Anlässlich der Austrinkete verdrückt schon mal der eine oder andere eine Träne», so Probst. Abgesehen von einem Krähensouvenir könnte also auch mal was Salziges im Bierglas landen.

Es spielt keine Rolle, wer du bist...

Seit 2002 hat sich die «Hafebar» am Kreuzackerquai zu einem stattlichen Betrieb mit rund 20 Barleuten auf Stundenbasis gemausert. Die angeblich «mindere Stadt» – von wegen: Vom Kleinkind bis zum Grosi und von guten Kumpels bis zum verliebten Pärchen in spe nimmt an den Tischen oder auf dem Aaremüürli allerlei Solothurner und Aussersolothurner Volk Platz. «Da ist auch die soziale Stellung zweitrangig», sagt Probst. Vereinzelt kommen gar Gäste aus Chur oder aus der Romandie regelmässig in die Solothurner Vorstadt.

Doch die Erfolgsgeschichte konnte niemand erahnen; erst recht nicht, wenn man sich als Passant an die etwas düstere Stimmung des Kreuzackerquais vor zehn Jahren zurückbesinnt. Kommt folgendes hinzu: «Es herrschte damals eine Aufbruchstimmung, die Aare zurückzuerobern», erinnert sich Rolf Schöb, Mitbetreiber des «Vini Al Grappolo», dem die Hafebar untersteht. Auf einer Geschäftsreise nach Portugal entdeckte der Architekt Bruno Walter in Porto das Konzept der Bar am Fluss und hat Idee kurzerhand importiert. Nach zwei Anläufen von Bruno Walter und Adrian Meichtry bei den städtischen Behörden war die Baubewilligung unter Dach und Fach. Zwei Mitbewerber konnte man mit einem soliden Betriebskonzept übertrumpfen.

Bald entstand ein Konsortium von Infrastrukturunternehmern, das sich mit Material, Zeit und «Spöitz» am Bauvorhaben Hafebar beteiligte und seither vom Betreiber «Vini» Pachtzins bezieht. Die Umsetzung der Hafebar war dann weniger bescheiden als zunächst angedacht: Realisiert wurden schliesslich eine längere Bar als vorgesehen und ein Lagerhüttchen. In Porto steht hingegen «nur» eine Chromstahlkiste in der Landschaft, wie Bruno Walter sich erinnert. Auch aus seiner Sicht ist die Hafebar zur Institution geworden, «die nicht mehr wegzudenken ist.» Was sich bereits im zweiten Betriebsjahr äusserte: Damals erhielt das Bijou am Fluss einen Anerkennungspreis des Solothurner Heimatschutzes.

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