Bike Days 2019

Die grosse «Velofamilie» trifft sich wieder in Solothurn

Ein sonniger Bike-Days-Auftakt lockte interessiertes Velovolk aufs Gelände des dreitägigen Festivals rund ums Zweirad.

Im Schanzengraben trocknen in tiefen Furchen die Regenpfützen, während das regenverdrossene Fussvolk ein sonniges Intermezzo für eine Stippvisite an den elften Bike Days nutzt. Die Stimmung auf dem Festivalgelände verkündet unablässig eine Devise: «Heute ist der Lenz auf ein Gastspiel zu Besuch. Zeit, Deinen Drahtesel auf Vordermann zu bringen.»

Die ersten Schanzengraben-Hüpfer weihen den Dirt-Jump-Kurs überschlagend oder drehend ein, gleich daneben ziehen Dreikäsehochs auf dem Laufrad-Kurs gemächlich ihre Runden. Auf der anderen Strassenseite wird die Pumptrack-Arena in Beschlag genommen. Oder auf der Slowrace-Bühne wird dem Langsamverkehr in extremis gehuldigt.

Was der «Homo Bikensis» sucht

Und wem alls dies als Inspiration nicht reicht, um den Drahtesel aus der Versenkung zu holen, der wird spätestens an der Velo-Expo bekehrt: Die bunte Welt der Zweiräder hört je länger je mehr nicht mehr beim Gefährt selbst auf. Denn der «Homo Bikensis» braucht Ersatzteile fürs Vehikel, will seinen Nachwuchs das Fahren schmackhaft machen, nimmt kalorienreiche Nahrung zu sich, registriert seine Biodaten fürs persönliche Gesundheitsziel, sucht nach neuen, unbefahrenen Velodestinationen, kleidet sich standesgemäss und lässt sich allenfalls sogar ein Tattoo verpassen – mit Liebeserklärung ans Velo. Nichts davon fehlt.

Erwin Flury im Interview zum Start der Bike Days 2019

Erwin Flury im Interview zum Start der Bike Days 2019

«Vor allem ein Fest»

Auch auf Workshops, Shows, weitere grosse Turniere und sogar Podien darf sich der Besucher in den verbleibenden zwei Tagen freuen. «Im Velobereich sind derzeit sehr viele Entwicklungen im Gange», erklärt Erwin Flury, OK-Präsident, zum vielseitigen Programm. «Gerade E-Bikes sind ein riesiges Thema, bei dem es lohnenswert ist, sich angesichts der grossen Palette an Möglichkeiten beraten zu lassen.» Aber letztlich seien die Bike Days vor allem auch ein Fest, ein Zusammentreffen der Velofamilie und all von all jenen, die interessiert seien, sich gesund zu bewegen.

Eine Konkurrenzsituation zum «Slow up»-Event, der am Sonntag stattfindet, sieht Erwin Flury indes nicht. «Wir sind ja eigentlich happy, wenn sie Velo fahren. »

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