Solothurn
Die Grauen Panther haben Krallen und Biss nicht verloren

Die Grauen Panther Solothurn feierten nicht das silberne Jubiläum, sondern die doppelte Solothurner Zahl «2×11 Jahre». Im Landhaus huldigten sie ihren Gründern, aber auch dem in 22 Jahren Erreichten.

Silvia Rietz
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Alt-Präsident und Ehrenmitglied Hans Christen würdigt die Ehren- und Gründungsmitglieder der Grauen Panther.

Alt-Präsident und Ehrenmitglied Hans Christen würdigt die Ehren- und Gründungsmitglieder der Grauen Panther.

Hansjoerg Sahli

«Ihr habt noch Krallen und den Biss nicht verloren», attestierte Kantonsrätin Franziska Roth den Grauen Panther Solothurn, die seit 22 Jahren den Alltag von «lebensfrohen, vitalen Senioren» mit Anregungen und Aktivitäten erfüllen. Panther würden sich in der freien Wildbahn auf Kurzstrecken mit 60 Stundenkilometern fortbewegen. «Ihr aber hat mit über Sechzig gezeigt, dass ihr Langstrecken laufen könnt und einen Marathon gegen soziale Ungerechtigkeiten durchgestanden habt», doppelte sie nach.

Nehmen Frauen und Männer mit viel Lebens- und Arbeitserfahrung ein Projekt in Angriff, stehen die Chancen eben gut, dass es erfolgreich sein wird. Als Hans Christen, heute 85-jährig, und die 94-jährige Vreni Nydegger mit einigen Getreuen den Verein ins Leben riefen, starteten sie ein Pilotprojekt für die Region Solothurn. Stadtpräsident und Nationalrat Kurt Fluri dankte für das grosse Engagement und zeigte sich von der Innovation beeindruckt. Als neugewählter Stadtpräsident besuchte er die erste GV der Grauen Panther und attestierte der Gruppe, sich unter anderem mit dem Seniorenrat, der Seniorenhilfe in der Schule wie auch der Freiwilligenarbeit und dem Freizeitangebot einen festen Platz erobert und durch segensreiches Wirken in gesellschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Belangen auszuzeichnen.

«Wer nicht kämpft ...»

Der abtretende Präsident und Gründungsmitglied Hans Rüd pflichtete seinem ehemaligen Primarschüler Kurt Fluri bei und listete die Errungenschaften der letzten Jahre auf. Hans Rüd: «Mit dem Leitgedanken ‹wer nicht kämpft, hat schon verloren› haben wir politische und soziale Anliegen verwirklicht und mit dem Motto ‹gemeinsam statt einsam› Senioren mehr Lebensqualität verschaffen können.»

Der Moderator und aktuelles Vorstandsmitglied Fidel Grüninger verdankte unter dem Traktandum «Ehrungen» viel Aufbauarbeit, Kreativität, Engagement sowie einen tollen Leistungsausweis und bat die Gründungsmitglieder auf die Bühne. Dies waren die Ehrenmitglieder Hans Christen, Vreni Nydegger, Hans Rüd, Anna Stadelmann sowie Barbara Probst Bernath, Ruth Christen, Lotty Christen, Paul Flühmann, Priscilla Grob, Theres Grossenbacher, Helena Kupferschmied und Renee Belafante.

Hans Christen dankte seinerseits allen Mitkämpfern für den grossen Einsatz, erinnerte an die Anfänge, wo zu interessanten Vorträgen nach und nach Jassnachmittage, Lesezirkel, Französisch- und Englischkonversation sowie Wandergruppen entstanden.

«Als damaliger Präsident war es eine Ehrenpflicht, überall dabei zu sein. Meine Frau Ruth hat mich stets begleitet», erinnerte er sich, dankte ihr und schmunzelte, bei einer Wanderung seien sie einmal die einzige Teilnehmerin gewesen. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Die Grauen Panther ziehen viele ältere Menschen an, sind gut vernetzt und bieten Abwechslung und Information. Farbe in die Jubiläumsfeier brachte das Ensemble «Lidschatten» mit dem Evergreen «Am Himmel staht es Sternli z’Nacht». Der Stern der Grauen Panther wird – gemessen an der Energie der Mitglieder – noch lange weiterleuchten.