FC Solothurn
Die Fussballer kriegen was Sportliches auf den Teller

Domenico Grassi übernimmt im Stadionrestaurant des FC Solothurns den Kochlöffel.

Andreas Kaufmann
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Domenico Grassi, 48, ist der neue Wirt im Stadionrestaurant des FC Solothurn.

Domenico Grassi, 48, ist der neue Wirt im Stadionrestaurant des FC Solothurn.

Andreas Kaufmann

Er ist das neue Gesicht in der Clubbeiz des FC Solothurn – und ein wohlbekanntes im Verein. Seit 1. Juli ist Domenico Grassi für die Verpflegung im Stadionrestaurant Brühl zuständig, doch kennen tut man sich bereits viel länger. Seit sieben Jahren ist er Teil der FC-Familie, seit fünf Jahren Assistenztrainer bei der U15 und seit einem Jahr Teammanager der ersten Mannschaft sowie Materialverantwortlicher.

Nun löst er den vormaligen Wirt Patrik Zürcher ab, dessen Vertrag nicht mehr verlängert wurde. Gastro-Erfahrung konnte Grassi bereits im «Centro Italiano» in Gerlafingen sammeln. Dort nämlich wirtet sein Bruder Michele, den er bislang im Service und im Catering unterstützte.

Ebenso ist auch Mutter Rosa Grassi – in Gerlafingen als «Nonna» bezeichnet – im Familienbetrieb dabei. Sie wird am Anfang auch ihrem Sohn Domenico im «Brühl» unter die Arme greifen. Zudem haben weitere Verwandte und Kollegen dem neuen Clubwirt ihre Unterstützung zugesichert.

Sportgerechte Küche

Noch stehen im Stadionrestaurant die Stühle auf den Tischen, Staubsauger und Putzlappen stehen in der Ecke. Offiziell eröffnen will Grassi am 2. August. Nach den Schulferien will er zudem ein Mittagsmenü anbieten. Geöffnet sein wird das Clublokal von da an zwischen 11 und 14 sowie zwischen 17 und 22.30 Uhr. Am Montagmittag wird die Beiz geschlossen sein. Der Betrieb soll über das ganze Jahr laufen – sowohl für die aktiven Sportler wie aber auch für die ganze Quartierbevölkerung der Weststadt. 80 Innenplätze, einige Aussenplätze, eine VIP-Lounge sowie einen grossen Saal zum Mieten fasst der Betrieb.

«Ich möchte gute Sachen zu einem guten Preis anbieten», sagt Grassi. Nun kennt er als Sportaffiner die ideale Nahrung bewegungsfreudiger Menschen: «Ich weiss, was den Spielern guttut» – und auch, was seine eigene Heimat Italien zu bieten hat. Und so wird denn italienische Küche geboten, aber auch Schweizer Menüs, mit Fleisch und Gemüse.

Beispielsweise dürften jeweils dienstags oder donnerstags Schüler aus Sportklassen bei ihm einkehren. Und für Junioren, die nach dem Training Kaloriennachschub brauchen, will er eine «Fünfliber-Pasta» servieren. Im Ausschank werden verschiedene Mineralwasser geboten sowie regionale Biersorten.

Neben seiner Tätigkeit als Wirt des Stadionrestaurants arbeitet der 48-Jährige als Fahrer für Pro Infirmis der Tagesstätte Gerlafingen. Grassi ist geschieden und hat drei Kinder, die Italien leben. Er selbst ist hier geboren und kehrte nach einiger Zeit in Napoli als 15-Jähriger wieder in die Schweiz zurück.