Der Traum von einem Gross-Solothurn mit 43'000 Einwohnern ist endgültig geplatzt. In einer Urnenabstimmung sprachen sich sowohl die Stadt Solothurn als auch die Vorortsgemeinde Zuchwil als letzte mögliche Fusionspartner gegen einen Zusammenschluss aus.

Die Stimmberechtigten von Zuchwil lehnten die Fusion mit der Stadt Solothurn knapp mit 1364 zu 1281 Stimmen ab. Die Stimmbeteiligung betrug 60,1 Prozent. Ein Ja hätte allerdings nichts genützt, denn auch die Stimmberechtigten der Stadt Solothurn verwarfen die Fusion mit 3933 zu 3428 Stimmen knapp. Die Stimmbeteiligung betrug 65,7 Prozent.

Die Stadt Solothurn hatte ursprünglich Grosses vor. Sie wollte nicht weniger als sechs umliegende Gemeinden einverleiben. Damit hätte sich die Einwohnerzahl mit einem Schlag von 17'000 auf 43'000 erhöht. Bei Bellach und Langendorf mit ihren total 9000 Einwohnern fand das Werben der Stadt allerdings schon früh kein Gehör.

Damit verblieben die sogenannten Top 5 mit Biberist, Derendingen, Luterbach, Zuchwil und der Stadt selber. Dieses Feld reduzierte sich nach negativen Entscheiden der Einwohnerschaft von Biberist, Derendingen und Luterbach auf zwei fusionswillige Partner.

Doch auch diese Mini-Fusion lag vorerst in der Schwebe. Das Gemeindeparlament von Zuchwil lehnte ein Zusammengehen mit der Stadt zuerst ab, stimmte dann aber bei einer neuerlichen Behandlung der Vorlage zu - allerdings nur dank dem Stichentscheid des Ratspräsidenten.