Herbstmesse

Die FCB-Lücke gut genutzt: Ein Sportstand präsentiert an der HESO lokale Vereine

Sue Laubscher (hinten Mitte) führt den HESO-Sportstand – hier geniessen gerade die Vereine Yoseikan Solothurn, Boxclub Solothurn, Tennisclub CIS Solothurn und Firmensport-Korbballer Gastrecht in der alten Werkhof-Turnhalle.

Sue Laubscher (hinten Mitte) führt den HESO-Sportstand – hier geniessen gerade die Vereine Yoseikan Solothurn, Boxclub Solothurn, Tennisclub CIS Solothurn und Firmensport-Korbballer Gastrecht in der alten Werkhof-Turnhalle.

Der HESO-Sportstand bietet den Vereinen täglich eine Plattform, die noch mehr genutzt werden könnte.

Der FC Basel hat auch an der HESO das Feld geräumt, profitiert hat der Sport. «Als ich vor drei Jahren erstmals hier war, hatten wir nur für die halbe Messedauer einen Stand.» Beim zweiten Mal war es für Sue Laubscher schon eine Ganz-HESO-Dauer- Ecke gewesen, nun kann der HESO-Sportstand fast die halbe Turnhalle anstelle des abgedankten Fussballmeisters in Rot-Blau belegen.

Dies ermöglicht inzwischen 22 Sportvereinen oder Jugendorganisationen, sich an der HESO zu präsentieren – jeweils zwei oder drei sind täglich anzutreffen. «Leider ist das Angebot noch immer nicht genug bekannt, und es gäbe noch freie Plätze. Deshalb haben wir auch kommerzielle Anbieter wie den Golfclub Wylihof, Auswärtige wie die Voltigegruppe Pegasus aus Meinisberg oder die Pfadi Kanton Solothurn berücksichtigt.» Die übrigens einen coolen Auftritt hingelegt hätten. Das Angebot sei also keineswegs nur für städtische Sportvereine offen, betont die Betreiberin des Solothurner Sportangebots «City Circle» in der Blauen Post.

Eine Sporthalle wäre toll

Das ganze Jahr über hat sich Sue Laubscher schon mit der Vorbereitung der zehntägigen Sportpräsenz an der HESO befasst, sich mit Problemen wie unvollständigen Vereinslisten auch in Solothurn herumgeschlagen. Dabei sieht sie die Rolle etlicher Vereine durchaus auch kritisch: «Immer wieder werden bei ihnen Stimmen laut, die sagen, Solothurn mache zu wenig für den Sport. Dabei hätte ich hier noch freie Plätze.» Und sie könnte sich das ganze Angebot noch grösser vorstellen. «Eine ganze Sporthalle an der HESO wäre schon toll. Aber selbstverständlich möchte ich die guten Nachbarstände nicht verdrängen», sieht Laubscher Grenzen, die ihr wohl gesetzt sind.

Sie selbst hat eine kleine Standfläche für ihre Firma zu Normal-Konditionen gemietet, die grosse Restfläche finanzieren die Stadt über die Sportkommission, die HESO selbst, «und die Vereine leisten auch einen kleinen Beitrag». Die Herbstmesse sei ideal für alle interessierten Vereine, «und ich sehe da auch kein Konkurrenzdenken drin». Schliesslich habe sie den Zugang zur HESO auch über den Sport gefunden: «Als Kind faszinierte mich immer die damalige Kletterwand im Schanzengraben.»

Fantasie und Kreativität gefragt

Den teilnehmenden Vereinen oder Gruppierungen ist es selbst überlassen, wie sie sich präsentieren wollen. Der Golfclub Wylihof demonstrierte das Abschlagen, die Tanzschule Academia Balladyum tanzte natürlich etwas vor, und «mega engagiert war der Boxclub Solothurn, der mit Demonstrationen zur Schlagtechnik aufwartete», freut sich Sue Laubscher über die verschiedensten Aktivitäten. So habe sie auch gestaunt, als der Grenchner Bruno Huber mit einem riesigen Container anrückte, um Mitgliederwerbung für den Panathlon-Club Solothurn zu machen.

Auch am zweiten HESO-Wochenende lohnt sich ein Besuch in der alten Turnhalle: Heute gibts Lifetraining by Fabio, der FC Rüttenen zeigt, was er drauf hat, genauso wie der Radsportclub Grenchen. Und morgen beschliessen «Crossfit Öuf» sowie der Tischtennisclub Solothurn das Sportprogramm an der HESO.

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