Naturmuseum

Die erste Etappe im Naturmuseum Solothurn wird bald beendet sein

Aussen könnte man beim Naturmuseum meinen, ein Verpackungskünstler habe Hand angelegt. Silvana Grellmann

Aussen könnte man beim Naturmuseum meinen, ein Verpackungskünstler habe Hand angelegt. Silvana Grellmann

Während des Sommers waren die Arbeiter im Naturmuseum beschäftigt mit spachteln, malen und teppichverlegen. Entstanden ist ein frischer Raum mit farbigen Vitrinen, die bald gefüllt werden.

Die Tiere, die den Sommer ausserhalb des Museums verbrachten, kehren langsam ins Museum zurück.

In der Dauerausstellung hat sich während 30 Jahren nicht viel verändert. Jetzt wird jedes Jahr für die nächsten drei Jahre ein Stockwerk umgebaut. Dieses Jahr ist das Erdgeschoss daran. «Wir sind mit diesen Bauarbeiten in der Schlussphase», sagt Museumsleiter Thomas Briner.

Grobarbeiten im Erdgeschoss abgeschlossen

Noch ist der Baulärm vereinzelt hörbar. Trotzdem, die Grobarbeiten im Erdgeschoss sind abgeschlossen. Auch die Ausstellungspläne sind gezeichnet und die Vitrinen-Texte geschrieben. Jetzt geht es daran, die noch leeren Vitrinen zu füllen. Die Objekte sind ausgewählt, aufpoliert oder gar neu präpariert.

Mit der Rückkehr der Tiere beginnt die Feinarbeit des Umbaus. Auf kleinen Podesten sollen die Tiere einst stehen. Diese werden noch etwas verschoben, bis das Gesamtbild die gewünschte Wirkung zeigt – und das braucht seine Zeit. So pröbelt das Team, bis die neu geschaffene Atmosphäre stimmig ist. Hinzu kommen Text-Tafeln und interaktive Elemente, die eingebaut und verkabelt werden müssen. Die Ausstellung soll die nächsten 20 Jahre nicht nur überdauern, sondern auch nichts von ihrem Glanz verlieren.

Warum der Waschbär wieder da ist

«Bei der Ausstellung gehen wir auch auf die aktuelle Entwicklung der Natur ein», sagt Briner. Ein Thema sind die eingewanderten Tiere. Es gibt verschiedene Tierarten, die in der Schweiz mal heimisch waren, dann ausgerottet wurden und nun zurück sind. So zeigt das Naturmuseum Wolf und Luchs und erzählt deren Geschichte. Ausgestellt ist auch ein Waschbär. Briner: «Früher wurden diese Tiere für Pelzproduktionen gezüchtet.» Einige der Waschbären seien aber aus den Produktionsstätten entwischt und seit Mitte der 70er Jahre seien sie im Schweizer Wald aufgetaucht. «Es gibt heute schätzungsweise bis zu 100 Waschbären in der Schweiz.»

Neben dem Erdgeschoss wird auch die Fassade des Museums erneuert. «Sie bekommt einen neuen Anstrich», sagt Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes. Die Farbe sei ein wenig heller als zuvor. «Der gewählte Farbton knüpft an die Farbgebung zahlreicher wichtiger Altstadtgebäude an und soll Funktion und Stellung des Naturmuseums am Klosterplatz hervorheben.» Auch alle Fenster werden ersetzt. Zusätzlich wird ein neues Vordach von 13 Metern Länge über den Eingang gebaut. Die Kosten für die Fassadensanierung liegen bei 400000 Franken.

Infos zu den Arbeiten über www.facebook.com/NaturmuseumSolothurn

Meistgesehen

Artboard 1