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Die Eigenheimmesse zeigt Gespür für Trends – und erzielt Besucherrekord

Erneut erwies sich die Eigenheim-Messe als Publikumsmagnet. Dank vergünstigten Eintrittspreisen und Onlinebuchungen verzeichneten auch Donnerstag und Freitag einen Besucherrekord.

Silvia Rietz
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Beratung ist das Wichtigste an der Eigenheimmesse

Beratung ist das Wichtigste an der Eigenheimmesse

Andreas Kaufmann

Obschon die Baukonjunktur zurückgegangen ist, zieht das Thema Bauen, Sanieren und Renovieren ungebrochen Interessierte an. Wie sonst liesse sich erklären, dass die Eigenheimmesse Solothurn just im zehnten Jahr ihres Bestehens mit einem Besucherrekord aufwartet. Veranstalter Benno Krämer schaut denn auch zufrieden zurück:

«Die Bilanz fällt durchweg positiv aus. Der Branchenmix ist erneut gut gelungen und die Messe ohne Pannen über die Bühne gegangen. Dank neuem Buchungssystem kamen wir bei der Kasse mit weniger Personal aus. Mit dem Prix Lignum 2015 haben wir ein Novum präsentiert und durch das Absetzen des Bauforums mehr Ausstellungsfläche gewonnen. Erstmals fanden sich auch einige Bucheggberger Firmen unter den Ausstellern.»

Flächenmässig ist die Eigenheimmesse mit vier Hallen und Aussengelände an die Grenze gestossen. Inhaltlich wurde sie von der Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen dominiert. «Gegenwärtig entstehen zwar weniger Neubauten, dafür wird vermehrt in die Werterhaltung von Liegenschaften investiert», weiss Benno Krämer zu berichten.

Schwerpunkte verschieben sich

Das Verschieben der Prioritäten konstatierte auch Martin Tschopp von der Egger AG, Gartenbau und Sportplatzbau in Solothurn und Olten: «Wir hatten sehr viele Gespräche über das Neugestalten von Gärten. Vor sechs Jahren waren Neubauten stärker vertreten als heute. Da wir uns jedoch auf beides spezialisiert haben, neue Gartenanlagen planen wie auch bestehende umgestalten, konnten wir auch diesmal viele neue Kundenkontakte generieren.»

Die Eigenheimesse hat als Treffpunkt der Baubranche den Zeitgeist aufgenommen, das Sanieren und Renovieren ins Zentrum gestellt und auch dem Trend zur Industrialisierung 4.0 eine Plattform geboten. Heute werden Haustechnik und Haushaltsgeräte vernetzt, beispielsweise via Smart Home gesteuert. Benno Krämer: «Dieser Bereich wird ständig optimiert und verzahnt, besitzt Zukunft.

Wir werden die Produkte und Dienstleistungen vermehrt pushen.» Verstärkt hatten Benno und Monika Krämer im Jubiläumsjahr auch das Werbebudget. Erstmals schalteten die Eigenheim-Organisatoren Video-Spots im Bus und in RBS-Zügen.

«Ob wir diesen Werbekanälen oder ganz einfach dem Anreiz mit den Preisreduktionen beim Online-Buchen und für die Donnerstag- und Freitag-Eintritte den grossen Besucherstrom verdanken, lässt sich nicht eruieren. Wahrscheinlich hat beides geholfen», freut sich das Ehepaar. Auch die Profis und Experten vom Baugewerbe, von Handel und Immobilienwirtschaft schätzten den Besucheraufmarsch.

Stephan Wyss von der Firma Landtechnik GmbH Bätterkinden stellte zum fünften Mal aus und strahlte: «Wir haben noch nie so viele Kundentermine buchen können, wie dieses Jahr. Die an unseren Kleingeräten und Rasenmäher Interessierten zeigten sich viel entschlossener als in den Vorjahren.»

Viele Leute seien gekommen, weil sie von den letzten Ausstellungen her wussten, wo ihre speziellen Geräte platziert sind. Stephan Wyss: «Wir bekommen jeweils unseren Stammplatz und so avanciert die – stets hervorragend organisierte – Ausstellung zu einer Identifikations-Marke. Die Kunden wissen, wo sie uns finden.»

Er attestiert der Eigenheimmesse einen hohen Grad an Fachkompetenz. Stephan Wyss: Es kommen Leute, die bereits ein Eigenheim besitzen oder eines planen. Die Eigenheimmesse ist eine Fachmesse und kein Ausflugsziel für Sonntagsbummler. Deshalb sind wir nächstes Jahr bestimmt wieder dabei.»