Zivilschutz
Die Dürrbachbrücke abgebrochen

Am Stabsrapport der Regionalen Zivilschutzorganisation Solothurn konnte Kommandant Martin Allemann am Freitag auf ein solides Jahr zurückblicken. Die Zivilschützer sind motiviert, eingeleitete Konsolidierungsprozesse zahlen sich aus.

Silvano Cerutti
Drucken
Teilen

Solothurner Zeitung

Die jährliche Standortbestimmung, könnte man sagen, fiel aus «wie gehabt». Stimmung und Motivation in der Regionalen Zivilschutzorganisation Solothurn sind seit Jahren anhaltend positiv. Das zeigt sich unter anderem im Umstand, dass Kommandant Martin Allemann und sein Stellvertreter Manfred Tschumi keine grossen Probleme mit der Kaderrekrutierung hatten. Zehn Mitgliedern ihres Stabs durften sie 2010 zu Beförderungen gratulieren.

Positiv fielen auch die Rückmeldungen im Kader aus. Der Fokus lag in diesem Jahr auf dem Grundtraining der Zivilschützer, also beispielsweise im Einsatz an den Geräten. So kamen im Altersheim St. Katharinen bei der Gestaltung einer Spazieranlage sogar Bagger und Raupentransporter zum Einsatz. Ausserordentliche Anlässe wie eine Weltmeisterschaft, welche der Unterstützung durch den Zivilschutz bedurft hätte, waren hingegen diesmal keine zu verzeichnen.

Als Höhepunkt des Jahres galt vielen der Einsatz in der befreundeten Walliser Gemeinde Eggerberg. Das ist umso bemerkenswerter, als die Arbeiten in den steilen Hängen durch teilweise heftige Regenfälle erschwert wurden. Doch bestätigt sich die Erfahrung, dass auch schwere Arbeiten gerne ausgeführt werden, wenn die Männer in ihrem Einsatz einen Sinn für das Gemeinwesen sehen. Der war auch gegeben beim Abbruch der Dürrbachbrücke in Solothurn, den die Regionale Zivilschutzorganisation übernahm. Die alten Stahlträger mussten anschliessend in tagelanger, zäher Handarbeit für ihre Recyclierung aufbereitet werden.

Auf die Teambildung konzentriert

Schliesslich durfte man auch in Bezug auf die Mannschaftsstrategie eine erfreuliche Zwischenbilanz vornehmen. Wegen der fehlenden Ablenkung durch Grossanlässe konnte man sich 2010 vermehrt auf die Teambildung konzentrieren. Dank dieser Konsolidierungsprozesse wurde die Effizienz der Truppen gesteigert. Entsprechende Feedbacks erfolgten beispielsweise nach Einsätzen der Betreuer in verschiedenen Altersheimen. Doch auch im tendenziell theorielastigen Gebiet der Führungsunterstützung erzielte man eine deutlich flüssigere Handhabung der Abläufe.

In engagierter und selbstkritischer Weise diskutierten Martin Allemann und der Stab zum Schluss über Ziele und Strategien für die kommenden zwei Jahre. Dies war auch der Zeitpunkt für den Kommandanten, sich mit persönlichen Worten bei seinem Kader für eine Arbeit zu bedanken, die über das übliche Engagement hinausgeht. Zu Schluss blieb ein einziger Wermutstropfen: Die Nachwuchsprobleme im Kulturgüterschutz konnten auch dieses Jahr nur ansatzweise gelöst werden, obwohl die Truppe auf hohem Niveau arbeitet und somit attraktiv wäre.

Aktuelle Nachrichten