«Salon du Chocolat»
Die Confiserie Suteria macht eine Samurai-Rüstung aus feiner Schoggi

Aus Schoggi lässt sich fast alles herstellen, nicht nur Osterhasen oder Pralinés. Das beweisen derzeit die Confiseure der Suteria Solothurn. Sie stellen ein Schoggi-Kleid her, das am kommenden zweiten «Salon du Chocolat» in Zürich zu sehen sein wird.

Fränzi Rütti-Saner
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Daniel Meier gibt einer Gürtelschnalle den letzten Schliff.
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Suterias Schoggi-Design im «Salon du Chocolat»
Ueli Wampfler und Cornelia Peter besprechen das Modell.
«Rüstungsteile» werden mit Band zusammengeflochten.

Daniel Meier gibt einer Gürtelschnalle den letzten Schliff.

Isabel Mäder

Süss duftet es in den Produktionshallen der Suteria an der Hans- Huber-Strasse in Solothurn. Doch es sind nicht die für die Saison zu erwartenden Osterhasen und Schoggi-Eier, denen dort an einem Samstagnachmittag grosse Beachtung zukommt. Es sind ganz besondere Gebilde und Teile, die aus feinster Schokolade gegossen und millimetergenau zusammengefügt werden.

An der Arbeit sind die Leiterin der Confiserie, Ariane Wirth, ihr Stellvertreter Daniel Meier und Confiseur Ueli Wampfler. Dabei ist auch Cornelia Peter aus Basel. Sie ist keine Confiseurin und doch fast so etwas wie die Hauptperson. Cornelia Peter ist Modedesignerin aus Basel und eine «Hälfte» des Modelabels «Peter Müller», welches Avantgarde-Mode für ein junges Publikum herstellt.

Schoggi-Design ist nicht alltäglich

«Es ist wirklich sehr ungewöhnlich, ein Kleid aus Schoggi zu designen», sagt sie lachend. Die Organisatoren des «Salon du Chocolat» seien auf sie zugekommen und hätten sie zum Mitmachen eingeladen. «Die Vorgabe war, ein Schoggi-Kleid mit der Thematik ‹Neue Welt› herzustellen. Und da das Model männlich ist, dachte ich mir, eine Art fantastische Samurai-Rüstung aus Schokolade wäre das Richtige.»

Bedingung ist: das Kleid muss zu 60 Prozent aus Schokolade bestehen. «Es geht beim Defilée am Salon nicht um eine Platzierung. Es ist eine Ehre für jeden Confiseur und Designer, mit dabei zu sein.»

Teamarbeit ist wichtig

Beim Umsetzen des Entwurfes ist Teamarbeit zwischen den beiden Berufsgattungen gefragt. «Dafür sind wir alle mehrmals zusammengesessen und haben uns die Vorgehensweise exakt überlegt», sagt Ariane Wirth, die Leiterin des Suteria-Confiseur-Teams. Und die Mode-Designerin staunte darüber, was man mit Schokolade alles machen kann. Dabei sind verschiedene Träger wie Jute oder Styropor wichtig, denn wegen der Körperwärme darf kein direkter Hautkontakt mit Schokolade entstehen.

Fast vergisst man beim Beobachten der Arbeit, dass alles essbar wäre, so echt metallig schimmern gewisse Rüstungsteile. Viel Fingerspitzengefühl für die Schokolade ist hier verlangt. Die verschiedenen Teile werden mit Hitze passend gemacht, auch Schoko-Airbrushing gibt es. Richtig angepasst wird die Rüstung dann erst in Zürich. «Und wenn dann was in Bruch geht, haben wir Ersatzteile mit dabei», sagt Ariane Wirth.

«Salon du Chocolat» Messe Zürich. 22. bis 24. März. Modeschau jeweils 17 Uhr.

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