Solothurn

Die Bürgergemeinde weist eine glänzende Rechnung aus

Schwarze Null: Die «Domaine de Soleure» hat zum guten Rechnungsergebnis beigetragen. (Archiv)

Schwarze Null: Die «Domaine de Soleure» hat zum guten Rechnungsergebnis beigetragen. (Archiv)

Dieses Jahr tagt die Bürgerversammlung Solothurn im Konzertsaal, um die letztjährige Rechnung zu besprechen. Das Ergebnis ist besser ausgefallen als budgetiert.

Die Bürgerversammlung tagte coronabedingt an einem ungewohntem Ort, im Konzertsaal. 33 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung von Präsident Sergio Wyniger umso lieber, durften sie doch über einen ausserordentlich guten Rechnungsabschluss 2019 befinden. Er weist gegenüber einem budgetierten Verlust von 0,54 Mio. Franken einen Gewinn von 0,62 Mio. aus.

Mit einer «roten Null» hat das Weingut der Bürgergemeinde, die Domaine de Soleure, zum guten Abschluss beigetragen, wie sich Finanzverwalter Claude Tschanz ausdrückte. Das prognostizierte Defizit von 106'000 Franken ist nicht eingetreten. Das ist auf deutlich höhere Verkaufserlöse an den beiden Standorten Le Landeron und Solothurn zurückzuführen. Denn die Kosten bei der Beschaffung von Verpackungsmaterial und bei den Besoldungen sind unterschritten worden.

Auch das Altersheim mit seinen beiden Häusern St. Katharinen und Thüringenhaus trug zum guten Ergebnis bei, indem es das Budget von minus 300'000 Franken auf 210'000 Franken reduzierte. Dies kam durch höhere Taxeinnahmen, einem konsequenten Kostenmanagement und weiteren Einsparungen zustande. Das gute Ergebnis der Forstrechnung, die mit rund einer Million Franken über dem Voranschlag (es war nur ein Plus von 52'000 Franken vorgesehen) liegt, ist auf Mehrerträge aus Arbeiten für Dritte, Verkaufserlöse und Kantonsbeiträge zurückzuführen.

Nachtragskredit wurde zugestimmt

Die Investitionsrechnung enthält für fünf Projekte Nettokosten von rund 1,25 Mio Franken, die vollständig aus Eigenmitteln aufgebracht wurden. Die beiden Vorhaben Wohnblock Spitzallmend und Holzschnitzelheizung auf dem Weissenstein wurden erfolgreich abgeschlossen, dafür sind noch Nettokosten von rund 1,2 Mio. Franken angefallen. Nachtragskredite sind auch bei der Bürgergemeinde unbeliebt: Angesichts der glänzenden Rechnung konnte jedoch die Bürgerversammlung einem solchen von 60'000 für eine neue Heizung im Trüelhaus der Domaine in Le Landeron nach den Erläuterungen von Martin Sterki leichter zustimmen, obwohl sie den ursprünglichen Kredit von 110'000 Franken erst im Dezember gesprochen hatte.

Die Mehrkosten werden hauptsächlich verursacht durch den Einbau eines grösseren Warmwasserspeichers als geplant. Dieser könne zudem aus statischen Gründen nicht auf dem Dachboden platziert werden. Etwas teurer als der blosse Ersatz der bestehenden Ölheizung ist eine neue Wärmepumpenheizung. Diese hat aber ausser den ökologischen noch weitere Vorteile wie Platzgewinn und äusserst tiefe Betriebskosten.

Die Bürgerversammlung sicherte in weiteren folgenden Bewerberinnen und Bewerbern das Bürgerrecht zu, das mit Erteilung des kantonalen Bürgerrechts in Kraft tritt: Peter Haldemann mit der Ehefrau Barbara Anne Low Haldemann; Aische Adel; Andreas Bornschein mit der Ehefrau Melanie sowie den Söhnen Tim und Jamie; Pranee Cavegn; Sabhitha Jeyakumar; Juan Carlos León Hermida; Sonja Polomski; Tankosava Zaric.

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