Gibts im Derby zwischen Solothurn und Wangen erneut ein 1:1-Unentschieden? Schliesslich endeten drei der letzten vier Duelle mit diesem Ergebnis. «Wir spielen auf Sieg, das ist klar», entgegnet Wangens Trainer Salvatore Romano.

Im Derby gehe es jeweils um sehr viel, es sei definitiv eine spezielle Begegnung. Klarer äusserte sich Solothurns Teammanager Domenico Grassi auf diese Frage: «Nein, es wird kein 1:1 mehr geben, weil wir hoffentlich die drei Punkte einfahren werden.» Auch auf der Seite der Solothurner rechnet man mit einem harten Derbyfight.

Gut gestartet, dann nachgelassen

Den Sieg könnte das Team von Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg gut gebrauchen, verzeichnete der FC Solothurn zuletzt doch eine Negativserie von drei Niederlagen. «In den letzten zwei Partien war auch viel Pech dabei», blickte Teammanager Grassi zurück.

«Wir nutzten gute Chancen nicht und Schiedsrichterentscheide wurden eher zu unseren Ungunsten gefällt.» Trotzdem liegen die Solothurner aktuell auf dem vierten Tabellenrang, und damit auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen.

Solothurns Lichtblick in der schwierigen Phase: Stürmer Loïc Chatton. Der 25-jährige Sommer-Neuzugang traf in den letzten vier Spielen fünf Mal und bewies, dass er sich beim FC Solothurn mittlerweile so richtig wohlfühlt.

«Chatton ist ein ruhiger Typ, der einfach seine Arbeit macht. Am Anfang fehlten ihm die Tore, weshalb er etwas Mühe hatte», kommentierte Grassi. Nun sei Chatton aber richtig heiss gelaufen und werde sicher auch im Derby alles versuchen, um die Torausbeute weiter in die Höhe zu schrauben, ist Grassi überzeugt.

Schlecht gestartet, langsam läufts

Der FC Wangen ist aktuell auf einem Abstiegsplatz klassiert. Dies primär, weil das Team von Salvatore Romano hinten bis jetzt zu viel zuliess und deshalb den Saisonstart verpatzte. Der FCW hat von allen 1.-Liga-Teams die meisten Gegentore kassiert, was Romano allerdings nicht auf die Verteidiger schiebt: «Die Defensivarbeit beginnt ganz vorne, das hat auch viel mit Konzentration zu tun.» Er unterstreicht zudem, dass viele Gegentore nach Elfmetern fielen.

Den schwachen Start begründete er auch damit, dass in den bisherigen Partien immer wieder Stammspieler verletzungsbedingt fehlten. Auch wenn für das Derby nebst den sowieso schon Verletzten zwei weitere Spieler fraglich sind, blickt Romano zuversichtlich in die nahe Zukunft.

Kann er auch, denn seine beiden Neuerwerbungen Patrik Gjidoda und Hasan Ates schlugen bei ihrem Debüt voll ein, steuerten zusammen alle vier Tore zum 4:1-Sieg im letzten Meisterschaftsspiel gegen Thuns zweite Garde bei.

Gjidoda, der bei jenem Match mit einem Hattrick glänzte, sei ein dynamischer Fighter mit hervorragender Körpersprache, der unbedingt gewinnen möchte, so Coach Romano. «Ich hatte gehofft, dass die beiden Mittelfeldspieler frischen Wind ins Team bringen. Das haben sie definitiv geschafft.»

Nun verlangt Romano von Gjidoda und Ates, dass sie im heutigen Derby (17.30, Stadion Solothurn) die Bestätigung ihres Könnens abliefern, denn mit einer guten Partie alleine dürfe man sich natürlich nicht zufriedengeben.