Herbstmesse Solothurn
Die Aussenstände konnten profitieren

Die HESO 2016 ist Geschichte. OK-Präsident Urs Unterlerchner zieht eine positive Bilanz zur 39. Auflage. Die Wärme schadete dem Geschäft – zumindest demjenigen der Innenstände. Die Aussenstände waren extrem begünstigt.

Wolfgang Wagmann
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Zehn Tage lang drehte sich in Solothurn wieder alles um die Herbstmesse HESO.

Zehn Tage lang drehte sich in Solothurn wieder alles um die Herbstmesse HESO.

Hanspeter Bärtschi

Weitgehend ruhig und zufriedenstellend sei die 39. Herbstmesse Solothurn, kurz HESO, verlaufen, meint OK-Präsident Urs Unterlerchner. Einen Schreckensmoment gab es aber für das OK doch noch: Am Freitag waren um Mitternacht alle Renn-Säuli ausgebüxt, weil jemand das Gitter des Geheges geöffnet hatte. «Sie waren zwar rasch wieder drin, aber wir zählten drei-, viermal, ob wirklich alle Säuli wieder da sind.»

Mehr oder weniger zufrieden

Nach den eigenen Beobachtungen und denen der 270 Aussteller habe es in etwa gleich viel Publikum wie im Vorjahr gehabt, meint Unterlerchner in seiner Schlussbilanz. In der Aussteller-Umfrage fanden 85 Prozent der Standbetreiber ihr HESO-Ergebnis als «gut bis sehr gut», 73 Prozent, sie hätten gleich gut oder besser als im Vorjahr gearbeitet.

«Hervorragend ist das Geschäft natürlich für die Aussenstände gelaufen», erklärt Urs Unterlerchner, während der gute Viertel aller Aussteller, der schlechter abgeschnitten hatte, wohl dem sehr warmen Wetter Tribut zollen musste.

14.00: Urs Unterlerchner durchschneidet das Band und eröffnet die HESO damit für die Besucher
43 Bilder
Erste Besucher strömen in die Hallen
HESO-Becke
Stand der Kantonspolizei
Stand der Solothurner Zeitung
Gondel am Stand der Gastregion Haslital
Feine Pralinés
Ohne Bratwurst geht an der Heso gar nichts
Am frühen Nachmittag hält sich der Aufmarsch noch in Grenzen
Die ersten HESO-Geschäfte
Testliegen zu zweit
Wildschwein und Hohrücken schmurgeln bei Urs Witmer
Mit Speck fängt man Mütter
Pool-Bar 1
Werkhof-Chef Patrick Schärer und Nightstyle-Co-Organisatorin Gaby Emch sind an der HESO angekommen
Käthy und Rolf Grau führen wieder ihren Bielersee-Fischegge
Ingrid Hofer verteilt an die Kinder beim Säulirennen Schoggi
Fritz Zimmermann muss nicht mehr für die Stadtpolizei an der HESO zum Rechten.
Im Reich der bunten Kellen.
Hier kann man auf die Säuli wetten
Do wird bügled
Harri Kunz heizt dem Publikum am Säulirennen ein
Die Tribüne ist beim ersten Säulirennen platschvoll
Auch Herbert Schluep ist gespannt, was das Säulirennen bringt
Drü, zwöi, eis... und los gohts!
Säuli unterwegs
Primör siegt in seinem Rennen um 15 Uhr
Die Kinder treiben die Söili nach dem Rennen zurück
Das HESO-Bähnli tuckert wieder durch die Gassen
Die netten Damen von Kambly
Das SPAEKli der AEK
Der erste Saure Mocken schmeckt am Besten
Der FCB sucht seine Fans an der HESO
Der Dispay-Doktor Markus Arni
Erste Besucher in den Zelten.

14.00: Urs Unterlerchner durchschneidet das Band und eröffnet die HESO damit für die Besucher

Hanspeter Bärtschi

Doch gebe es beispielsweise bei den nun 13 Weinverkäufern an der HESO – alle übrigens aus der Region – ein höchst unterschiedliches Bild zum Geschäftserfolg, betont der OK-Präsident. Während die einen Umsatzeinbussen beklagten, hätten andere hervorragend verkauft.

Ein gleiches Bild zeige sich bei einer anderen, typischen HESO-Branche: Die einen Anbieter von Whirlpools freuten sich über viel Kundschaft, andere dagegen haderten ebenfalls mit ihrem Umsatz.

Besuch, der über die HESO staunte

«Zur Sonderschau von IP Suisse haben wir sehr viele positive Reaktionen erhalten. Sie war aber auch wunderschön gestaltet. Doch», fügt Urs Unterlerchner etwas selbstkritisch an, «wir müssten für sie viel mehr die Werbetrommel rühren.»

Sonderschau IP Suisse
15 Bilder
Die aufwendig inszenierte Ackerlandschaft
Die aufwendig inszenierte Ackerlandschaft
Die aufwendig inszenierte Ackerlandschaft
Audiovisuelles Entdecken in der adaptierten Ausstellung der Vogelwarte
Anliegen von IP Suisse - Pflanzenschutzmittel gegen den Kartoffelkäfer soll nicht die Bienen schädigen
Auch die Fleischproduktion steht im Fokus von IP Suisse
Auch die Biene steht in Symbiose zum Landwirt
Spielerisch die nachhaltige Landwirtschaft entdecken
Selbst mosten - an der Sonderschau der IP Suisse ist das möglich (2)
Die Feldlerche als Symbol für die schützenswerte Artenvielfalkt
Selbst mosten - an der Sonderschau der IP Suisse ist das möglich (1)
Eine Kulisse wie in einem Freilichtspiel
In vom Bauern drapierten Holzhaufen steckt Lebensraum für Reptilien wie Blindschleichen
Selber Mehl mahlen, auch das ist möglich an der Sonderschau

Sonderschau IP Suisse

Andreas Kaufmann

Dies im Hinblick auf das nächste Jahr, wenn die Kebag die nächste Sonderschau bestreitet. Aber insgesamt «hatten wir mit der diesjährigen Sonderschau, der Gastregion, dem HESO-zeigt-Herz-Projekt, dem Säulirennen, Streichelzoo sowie den zahlreichen Attraktionen im Schanzengraben wiederum ein sehr attraktives Rahmenprogramm.»

Genau dieses Programm verblüffte auch Delegationen der Grossmessen Muba, Züspa und Comptoir Suisse sowie von Messen Schweiz, die zwei Tage die HESO besuchten, um deren Erfolgsgeheimnis auf die Spur zu kommen.

«Die Organisatoren staunten über das gebotene Rahmenprogramm und die konsequente regionale Ausrichtung unserer Messe.» Konkrete Folge ist, dass nun auch die Mustermesse in Basel mit Säulirennen aufwarten will. Die zwar keine Solothurner Erfindung sind, aber mittlerweile nicht mehr aus dem Schanzengraben wegzudenken sind.

Das Nachtleben sei im Übrigen recht geordnet verlaufen, «nur an die um eine halbe Stunde verkürzte Öffnungszeit am Donnerstag hatten sich die Leute noch nicht gewöhnt.» Die HESO habe auch noch Optimierungspotenzial, glaubt der OK-Präsident, und sieht dieses vor allem noch im Aussenbereich vor dem Reithallen-Eingang.

Vier HESO- Aussteller ziehen Bilanz zu den zehn Messetagen

Aeschlimann AG, Lüsslingen Ein Decolletage-Betrieb an der HESO? Für (v. l.) Danielle Rauber, Florian Baumgartner, Dominic Schweizer und Stefan Mollet eine Premiere. «Wir wollen zeigen, dass Industriebetriebe in der Schweiz immer noch konkurrenzfähig sind, Wir gehen auf die Leute zu, denn wir wollen hier auch Lehrlinge finden», so Baumgartner. Die Aeschlimann AG sei auf grosses Interesse gestossen – von den 160 Mitarbeitenden waren stets einige an der HESO.

Aeschlimann AG, Lüsslingen Ein Decolletage-Betrieb an der HESO? Für (v. l.) Danielle Rauber, Florian Baumgartner, Dominic Schweizer und Stefan Mollet eine Premiere. «Wir wollen zeigen, dass Industriebetriebe in der Schweiz immer noch konkurrenzfähig sind, Wir gehen auf die Leute zu, denn wir wollen hier auch Lehrlinge finden», so Baumgartner. Die Aeschlimann AG sei auf grosses Interesse gestossen – von den 160 Mitarbeitenden waren stets einige an der HESO.

Wolfgang Wagmann
Grapperia Soletta, Solothurn Toni und Susanne Ambord beehrten die HESO zum zweiten Mal mit ihrer Grapperia Soletta an der Judengasse. «So gut wie letztes Jahr lief es nicht», sieht Ambord den Hauptgrund für das geringere Interesse an Degustationen von Grappa, Whisky und Rum im allzuwarmen HESO-Wetter. «Aber wenn eine saubere Null rausschaut, bin ich zufrieden. Uns geht es hier primär darum, für unser Geschäft Stammkunden zu gewinnen.»

Grapperia Soletta, Solothurn Toni und Susanne Ambord beehrten die HESO zum zweiten Mal mit ihrer Grapperia Soletta an der Judengasse. «So gut wie letztes Jahr lief es nicht», sieht Ambord den Hauptgrund für das geringere Interesse an Degustationen von Grappa, Whisky und Rum im allzuwarmen HESO-Wetter. «Aber wenn eine saubere Null rausschaut, bin ich zufrieden. Uns geht es hier primär darum, für unser Geschäft Stammkunden zu gewinnen.»

Wolfgang Wagmann
Möbel Messer, Bellach Seit 13 Jahren ist Moritz Messer im Bellacher Möbelgeschäft dabei, er kennt wie sein Vater Ruedi die HESO inzwischen aus dem Effeff. «Die Messe ist für uns ein wichtiger Absatzkanal. Wir erzielen in den zehn Tagen den Umsatz eines starken Monats.» Allerdings seien Kunden, die ein ganzes Paket von 10 000 bis 20 000 Franken schnüren, seltener geworden, «deshalb nehmen wir vermehrt kleinere Einzelstücke an die HESO mit.»

Möbel Messer, Bellach Seit 13 Jahren ist Moritz Messer im Bellacher Möbelgeschäft dabei, er kennt wie sein Vater Ruedi die HESO inzwischen aus dem Effeff. «Die Messe ist für uns ein wichtiger Absatzkanal. Wir erzielen in den zehn Tagen den Umsatz eines starken Monats.» Allerdings seien Kunden, die ein ganzes Paket von 10 000 bis 20 000 Franken schnüren, seltener geworden, «deshalb nehmen wir vermehrt kleinere Einzelstücke an die HESO mit.»

Wolfgang Wagmann
Mode Küng, Solothurn Monika und Thomas Schärer sind mit Mode Küng zum zweiten Mal an der HESO. Erstmals auch mit Damenkleidern, denn neuerdings betreiben Schärers zwei Altstadtgeschäfte, davon eines mit Damenmode, neben dem Stammhaus am Dornacherplatz. Dass wegen der Wärme weniger verkauft wurde, nimmt Schärer gelassen: «Wir wollen hier nicht Umsatz bolzen, sondern unsere Geschäfte bekannt machen.»  

Mode Küng, Solothurn Monika und Thomas Schärer sind mit Mode Küng zum zweiten Mal an der HESO. Erstmals auch mit Damenkleidern, denn neuerdings betreiben Schärers zwei Altstadtgeschäfte, davon eines mit Damenmode, neben dem Stammhaus am Dornacherplatz. Dass wegen der Wärme weniger verkauft wurde, nimmt Schärer gelassen: «Wir wollen hier nicht Umsatz bolzen, sondern unsere Geschäfte bekannt machen.»  

Wolfgang Wagmann