Weitgehend ruhig und zufriedenstellend sei die 39. Herbstmesse Solothurn, kurz HESO, verlaufen, meint OK-Präsident Urs Unterlerchner. Einen Schreckensmoment gab es aber für das OK doch noch: Am Freitag waren um Mitternacht alle Renn-Säuli ausgebüxt, weil jemand das Gitter des Geheges geöffnet hatte. «Sie waren zwar rasch wieder drin, aber wir zählten drei-, viermal, ob wirklich alle Säuli wieder da sind.»

Mehr oder weniger zufrieden

Nach den eigenen Beobachtungen und denen der 270 Aussteller habe es in etwa gleich viel Publikum wie im Vorjahr gehabt, meint Unterlerchner in seiner Schlussbilanz. In der Aussteller-Umfrage fanden 85 Prozent der Standbetreiber ihr HESO-Ergebnis als «gut bis sehr gut», 73 Prozent, sie hätten gleich gut oder besser als im Vorjahr gearbeitet.

«Hervorragend ist das Geschäft natürlich für die Aussenstände gelaufen», erklärt Urs Unterlerchner, während der gute Viertel aller Aussteller, der schlechter abgeschnitten hatte, wohl dem sehr warmen Wetter Tribut zollen musste.

Doch gebe es beispielsweise bei den nun 13 Weinverkäufern an der HESO – alle übrigens aus der Region – ein höchst unterschiedliches Bild zum Geschäftserfolg, betont der OK-Präsident. Während die einen Umsatzeinbussen beklagten, hätten andere hervorragend verkauft.

Ein gleiches Bild zeige sich bei einer anderen, typischen HESO-Branche: Die einen Anbieter von Whirlpools freuten sich über viel Kundschaft, andere dagegen haderten ebenfalls mit ihrem Umsatz.

Besuch, der über die HESO staunte

«Zur Sonderschau von IP Suisse haben wir sehr viele positive Reaktionen erhalten. Sie war aber auch wunderschön gestaltet. Doch», fügt Urs Unterlerchner etwas selbstkritisch an, «wir müssten für sie viel mehr die Werbetrommel rühren.»

Dies im Hinblick auf das nächste Jahr, wenn die Kebag die nächste Sonderschau bestreitet. Aber insgesamt «hatten wir mit der diesjährigen Sonderschau, der Gastregion, dem HESO-zeigt-Herz-Projekt, dem Säulirennen, Streichelzoo sowie den zahlreichen Attraktionen im Schanzengraben wiederum ein sehr attraktives Rahmenprogramm.»

Genau dieses Programm verblüffte auch Delegationen der Grossmessen Muba, Züspa und Comptoir Suisse sowie von Messen Schweiz, die zwei Tage die HESO besuchten, um deren Erfolgsgeheimnis auf die Spur zu kommen.

«Die Organisatoren staunten über das gebotene Rahmenprogramm und die konsequente regionale Ausrichtung unserer Messe.» Konkrete Folge ist, dass nun auch die Mustermesse in Basel mit Säulirennen aufwarten will. Die zwar keine Solothurner Erfindung sind, aber mittlerweile nicht mehr aus dem Schanzengraben wegzudenken sind.

Söilirennen am 1.HESO-Tag

Söilirennen am 1.HESO-Tag

Das Nachtleben sei im Übrigen recht geordnet verlaufen, «nur an die um eine halbe Stunde verkürzte Öffnungszeit am Donnerstag hatten sich die Leute noch nicht gewöhnt.» Die HESO habe auch noch Optimierungspotenzial, glaubt der OK-Präsident, und sieht dieses vor allem noch im Aussenbereich vor dem Reithallen-Eingang.

Vier HESO- Aussteller ziehen Bilanz zu den zehn Messetagen

Ein Decolletage-Betrieb an der HESO? Für (v. l.) Danielle Rauber, Florian Baumgartner, Dominic Schweizer und Stefan Mollet eine Premiere. «Wir wollen zeigen, dass Industriebetriebe in der Schweiz immer noch konkurrenzfähig sind, Wir gehen auf die Leute zu, denn wir wollen hier auch Lehrlinge finden», so Baumgartner. Die Aeschlimann AG sei auf grosses Interesse gestossen – von den 160 Mitarbeitenden waren stets einige an der HESO.

Aeschlimann AG, Lüsslingen

Ein Decolletage-Betrieb an der HESO? Für (v. l.) Danielle Rauber, Florian Baumgartner, Dominic Schweizer und Stefan Mollet eine Premiere. «Wir wollen zeigen, dass Industriebetriebe in der Schweiz immer noch konkurrenzfähig sind, Wir gehen auf die Leute zu, denn wir wollen hier auch Lehrlinge finden», so Baumgartner. Die Aeschlimann AG sei auf grosses Interesse gestossen – von den 160 Mitarbeitenden waren stets einige an der HESO.

Toni und Susanne Ambord beehrten die HESO zum zweiten Mal mit ihrer Grapperia Soletta an der Judengasse. «So gut wie letztes Jahr lief es nicht», sieht Ambord den Hauptgrund für das geringere Interesse an Degustationen von Grappa, Whisky und Rum im allzuwarmen HESO-Wetter. «Aber wenn eine saubere Null rausschaut, bin ich zufrieden. Uns geht es hier primär darum, für unser Geschäft Stammkunden zu gewinnen.»

Grapperia Soletta, Solothurn

Toni und Susanne Ambord beehrten die HESO zum zweiten Mal mit ihrer Grapperia Soletta an der Judengasse. «So gut wie letztes Jahr lief es nicht», sieht Ambord den Hauptgrund für das geringere Interesse an Degustationen von Grappa, Whisky und Rum im allzuwarmen HESO-Wetter. «Aber wenn eine saubere Null rausschaut, bin ich zufrieden. Uns geht es hier primär darum, für unser Geschäft Stammkunden zu gewinnen.»

Seit 13 Jahren ist Moritz Messer im Bellacher Möbelgeschäft dabei, er kennt wie sein Vater Ruedi die HESO inzwischen aus dem Effeff. «Die Messe ist für uns ein wichtiger Absatzkanal. Wir erzielen in den zehn Tagen den Umsatz eines starken Monats.» Allerdings seien Kunden, die ein ganzes Paket von 10 000 bis 20 000 Franken schnüren, seltener geworden, «deshalb nehmen wir vermehrt kleinere Einzelstücke an die HESO mit.»

Möbel Messer, Bellach

Seit 13 Jahren ist Moritz Messer im Bellacher Möbelgeschäft dabei, er kennt wie sein Vater Ruedi die HESO inzwischen aus dem Effeff. «Die Messe ist für uns ein wichtiger Absatzkanal. Wir erzielen in den zehn Tagen den Umsatz eines starken Monats.» Allerdings seien Kunden, die ein ganzes Paket von 10 000 bis 20 000 Franken schnüren, seltener geworden, «deshalb nehmen wir vermehrt kleinere Einzelstücke an die HESO mit.»

Monika und Thomas Schärer sind mit Mode Küng zum zweiten Mal an der HESO. Erstmals auch mit Damenkleidern, denn neuerdings betreiben Schärers zwei Altstadtgeschäfte, davon eines mit Damenmode, neben dem Stammhaus am Dornacherplatz. Dass wegen der Wärme weniger verkauft wurde, nimmt Schärer gelassen: «Wir wollen hier nicht Umsatz bolzen, sondern unsere Geschäfte bekannt machen.»

Mode Küng, Solothurn

Monika und Thomas Schärer sind mit Mode Küng zum zweiten Mal an der HESO. Erstmals auch mit Damenkleidern, denn neuerdings betreiben Schärers zwei Altstadtgeschäfte, davon eines mit Damenmode, neben dem Stammhaus am Dornacherplatz. Dass wegen der Wärme weniger verkauft wurde, nimmt Schärer gelassen: «Wir wollen hier nicht Umsatz bolzen, sondern unsere Geschäfte bekannt machen.»