Mit 1,2 Grad im Plus war der Januar 2013 zwar 1,5 Grad «kühler» als derjenige des Vorjahres – aber dennoch rund 2 Grad wärmer als das langjährige Mittel. Mit 84 Litern pro Quadratmeter in Solothurn und 79,4 im Wallierhof blieb der erste Monat des Jahres schon fast traditionell etwas zu trocken. Denn nass und mild war vorerst nur der Neujahrstag, dann fiel acht Tage lang bei überwiegend hochnebelartiger Bewölkung kein Regen oder Schnee mehr.

Letzterer war ohnehin kein Thema, bewegten sich doch die Temperaturen bis zur Monatsmitte durchwegs im positiven Bereich. 15 Liter Regen fielen immerhin noch am 10./11. Januar in Solothurn, ehe ab Hilari (13. Januar) die Grosswetterlage änderte. Am 15. sorgte nämlich schwacher Schneefall für eine dünne Schneedecke und am 16. wurde es morgens mit 5 Minusgraden wieder einmal richtig kalt.

Der «Mini-Winter»

Damit war eine Winter-Episode lanciert, die, bis am 27. Januar andauerte und Solothurn immerhin neun Eis- und 14 Schneetage bescherte. Am 21./22. Januar durchbrach kurzes Tauwetter die Frostperiode, die das Thermometer am 18. Januar morgens auf 8 Grad minus sinken liess. Minus 5 Grad wurden nochmals in der Früh des 26. und 27. Januar erreicht. Das wars dann aber auch schon, denn in den letzten Januartagen setzte sich feuchtwarme Luft aus Südwesten durch, brachte gut 30 Liter Regen und das bisschen Schnee rasch zum Verschwinden. Dabei wurden am 30. Januar in Solothurn 11 Plusgrade erreicht, anderswo wurde sogar die 15-Grad-Marke übertroffen.

Weisse Fasnacht

Nach dem eher nasskalten Wochenende wirds nun vorübergehend nochmals milder. Auf Mittwoch entsteht ein kräftiger Kaltluftpfropfen über Mitteleuropa, der bis und mit Schmutzigem Donnerstag auch Schnee im Gepäck haben dürfte. Dann könnte sich Hochdruckeinfluss bemerkbar machen, es bleibt aber wohl übers Fasnachtswochenende kalt, ehe der Fasnachtsdienstag vielleicht mit einer Schicht weniger unter dem Kostüm zu ertragen ist.