Seit 2015 liegen Pläne der Regio Energie Solothurn vor, an der Grenze zwischen Solothurn und Rüttenen beim Königshof ein neues Wasserreservoir zu bauen – als Ersatz für das in die Jahre gekommene Reservoir «Steingruben» an der Bergstrasse.

Das Gebäude befände sich in Rüttenen und würde 4000 Kubikmeter Wasser fassen – zuzüglich Löschwasserreserve von 1000 Kubikmetern. «Würde» – denn danach wurde das Projekt ausgebremst – bis jetzt: Vergangene Woche sprach sich das Verwaltungsgericht für das Vorhaben aus.

Die Vorgeschichte

Bereits zum Projektstart 2015 war Widerstand spürbar. Stein des Anstosses war, dass für den Bau mitten im Wald Bäume gerodet werden müssen. Auch stiessen sich einige Anwohner am für das Reservoir nötigen Bau der Leitungen auf Solothurner Stadtboden. Der Widerstand gipfelte in einer Einsprache gegen den Erschliessungsplan, ebenso gegen das Rodungsgesuch. Rüttenen wies die Einsprache ab und genehmigte den Gestaltungsplan, worauf die Einsprecher beim Regierungsrat Beschwerde erhoben.

Doch auch am Regierungsrat scheiterte die Beschwerde. Diese hiess zudem das Rodungsgesuch gut. Im vergangenen Jahr erhoben die Beschwerdeführer gegen den Regierungsratsbeschluss erneut Beschwerde vor Verwaltungsgericht. Dieses gibt nun wiederum dem Bauvorhaben recht.

Die Beschwerdeführer, so das vorliegende Urteil, haben nur ihr Argumentarium immer wiederholt, ohne neue Aspekte aufzuzeigen oder darzulegen, wo der Entscheid der Vorinstanz mangelhaft sei. Bis zum Ablauf der Beschwerdefrist steht es den Einsprechern zu, ihr Anliegen an die nächste Instanz, also ans Bundesgericht, weiterzuziehen.

Und das alte Reservoir?

Wie Sandra Hungerbühler, zuständig für Kommunikation bei der Regio Energie, informierte, seien trotz der Verzögerung keine umfassenderen baulichen Sanierungen an der alten Anlage nötig gewesen. «Natürlich mussten aber Erneuerungen im Rahmen des normalen Unterhalts gemacht werden – und diese sind für alte Anlagen höher.» (ak)