HESO

Der volkstümliche Nachmittag an der HESO ist beliebt wie eh und je

An keinem Konzertnachmittag indes sieht das Programm mit musikalischen Delikatessen gleich aus.

Moderatorin und Musikfachfrau Theres-Ursula Beiner, die diesen seit über einem Vierteljahrhundert durchgeführten Anlass seit 16 Jahren unter ihre Fittiche genommen hat, bringt immer wieder Formationen in den Konzertsaal, die instrumental und vokal einen Eindruck von der Vielfalt der Volksmusik, wie sie hierzulande gepflegt wird, vermitteln. Vor allem verbindet sie dies mit interessanten Erläuterungen zu Musikstil und Technik sowie mit Gesprächen mit den Akteuren auf der Bühne. «Dieser Nachmittag ist eine wichtige Plattform für die Volksmusik», meinte die Moderatorin.

Ein Konzept wie aus einem Guss

Wie aus einem Guss fügte sich ihr bewährtes Konzept diesmal zusammen, das aus dem Schyzerörgeliquartett «Wildigruess», der 21-köpfigen Mundharmonikagruppe «Melodias» unter der Leitung von Kuno Heutschi bestand und dem mit 60 Mitgliedern auftretenden Chor «amici del canto», Riedholz, dirigiert von Peter Rufer.

Schon als die vielen Musikfreunde auf die Türöffnung vor dem Konzertsaal warteten und sehr schnell den Saal füllten, war zu hören, dass vor allem der Chorauftritt zum Besuch animierte. Peter Blaser (Bettenhausen) hatte bei einer Wanderung im Wallis davon gehört ebenso wie alt Nationalrat Paul Jäggi (Hüniken) mit Frau Rosmarie oder Rosmarie Schär aus Luterbach, die sich alle für die singende Gemeinschaft begeistern.

Da die Moderatorin um deren Magnetkraft wusste, liess sie die «amici» das glanzvolle Finale mit italienischen Liedern - genussvoll vielstimmig arrangiert - bestreiten. Am Flügel begleitete kunstvoll Pianistin Anastasiya Lozova alle Beiträge wie «Frauen und Wein», «Bella Donna» oder «Südliche Nächte». Gleich viel Anklang beim Publikum fanden die Wiener Melodien des Chors, der sich inzwischen laut Beiner zu einem «Spitzenchor» in der Region entwickelt hat.

Mit Freude dabei

In seinen Begrüssungsworten betonte Theo Eckert, Chefredaktor der «Solothurner Zeitung», die alljährlich den Konzertnachmittag ihrer Leserschaft kostenlos offeriert: «Solange ihr uns als Leser treu bleibt, solange findet auch ‹So tönts ar HESO› statt.» Zudem ermunterte er, den Dialog mit der Zeitung zu suchen - ob nun jetzt gerade am HESO-Stand oder mittels anderer Kontakte wie auch Leserbriefen.

Lüpfige Kompositionen

Dass alle Teilnehmenden auf der Bühne und im Saal mit Freude dabei waren, zeigten der herzliche bis stürmische Beifall des Publikums und die sicheren, mitreissenden Ensemble-Vorträge. Theres-Ursula Beiner rief in Erinnerung, dass sich viele der Mitwirkenden für dieses Engagement am Nachmittag Urlaub hatten nehmen müssen. Wie etwa die vier Musiker Stephan Wüthrich, Hanspeter Hirsiger, Hanspeter Jörg, Fritz Amacher an Schwyzerörgeli und Bass. Sie spielten lüpfige Kompositionen, die als Ländler mit bodenständig-humorvollen Titeln vergnügte Juchzer im Publikum hervorriefen.

«So tönt's ar HESO» - Volksmusikalischer Nachmittag

«So tönt's ar HESO» - Volksmusikalischer Nachmittag

Breite Spannweite

Gefällig wirkten auch die Auszüge aus ihrem riesengrossen Repertoire, mit denen die «Melodias» die Zuhörenden zum Mitsummen veranlassten. Die Spannweite reichte von einem Medley mit bekannten Schlagern aus den Sechzigern, von Stücken im Country-Stil bis hin zum «Gefangenenchor» aus «Nabucco» und einer Adaption des «Ungarischen Tanz» von Johannes Brahms.

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