SC Blustavia
Der Vereinsgeist trotzt der Feuersbrunst

Die Ursache für den Brand des Clubhauses ist geklärt: Es war ein Feuerwerkskörper, der beim Hauseingang Isolationsmaterial entfachte.

Andreas Kaufmann
Merken
Drucken
Teilen

Solothurner Zeitung

So schmerzhaft es auch war, in der Nacht vom 1. auf den 2. August dem Brand des eigenen Clubhauses zuzuschauen: Aufgerafft haben sich die Vereinsmitglieder des SC Blustavia rasch wieder. Auf den bis auf die Grundmauern zerstörten nördlichen Flügel reagierten sie lediglich damit, die Ärmel hochzukrempeln. «Vergangene Woche wurde ein Zelt als Zusatzgarderobe geliefert – eine Stunde nach Lieferung stand es bereits», freut sich Clubpräsident Peter Hauser. Auch haben sogar Eltern von Juniorenspielern ihre Unterstützung angeboten.

Alles in allem scheint der Trainings- und Matchbetrieb in keiner Form eingeschränkt zu sein: «Weil es nun aber eng geworden ist, müssen wir halt ein wenig zusammenrutschen.»

Seit dem zwischenzeitlichen Saisonbeginn konnten schon drei Aktivmannschaften spielerische Erfolge feiern. «Der Vorfall hat uns gezeigt, dass wir halt ein spezieller, ein familiärer Verein sind.» Und die Solidarität geht über die Clubgrenzen hinaus: Auch die «Nachbarn» vom FC Post haben sofort ihre Räumlichkeiten als Unterschlupf angeboten.

Archiv «nur» materiell zerstört

Als Ursache steht nun fest: Ein Feuerwerkskörper beim Eingang hatte am Isolationsmaterial einen Glimmbrand ausgelöst, der sich dann auf den ganzen nördlichen Teil ausbreitete. Ob das Feuerwerk dort vorsätzlich platziert wurde, ist zurzeit nicht bekannt. Seitens Kantonspolizei betont Pressesprecher Andreas Mock, dass die Ermittlungen zum Brandfall Blustavia noch nicht abgeschlossen seien.

Die Bänke und Kleiderhaken der Garderoben im zerstörten Gebäudeteil blieben vom Brand unversehrt, ebenso das Trainingsmaterial, das dank eines raschen Feuerwehreinsatzes ins sichere Freie gebracht werden konnte. Auch das Clubbeizli blieb intakt, bedurfte lediglich einer gründlichen Reinigung. Das im Dachgeschoss untergebrachte Archiv mit Vereinsdokumenten seit Anbeginn des SC Blustavia 1939 wurden allerdings zerstört. «Doch das ist kein ideeller Schaden, schliesslich haben wir das allermeiste unserer Clubgeschichte digital gesichert», so Hauser.