Stadttheater

Der Spielbetrieb des Stadttheaters Solothurn soll ausgelagert werden

Die Gemeinderatskommission von Solothurn genehmigte einen Kredit für die Auslagerung des Stadttheater-Spielbetriebs in der Höhe von gesamthaft knapp 1,2 Millionen Franken. Es ist vorgesehen, aufs Theater Biel und andere Bühnen auszuweichen.

An der letzten Gemeindeversammlung setzten sich 320 Stimmbürger gegen 3 Nein-Stimmen für eine Gesamtsanierung des Stadttheaters ein. Somit ist der Weg frei für die Urnenabstimmung vom 11. März. Die dadurch nötige Auslagerung des Theaterbetriebes war nicht Bestandteil des Kreditantrages. Für die Zeit des Umbaus von Sommer 2013 bis Ende November 2014 muss der Theaterbetrieb ausgelagert oder für anderthalb Saisons in Solothurn eingestellt werden.

Theater Biel als Teillösung

Auf der Suche nach einer kostengünstigen Lösung wurden der Gemeinderatskommission zwei Varianten vorgelegt: die Auslagerung auf andere Spielstätten ist die eine Option, die komplette Einstellung des Betriebs die andere. Bei der Auslagerung käme für die Musiktheater das Theater Biel in Frage, für die Schauspieltheater diverse Ersatzstandorte.

Die GRK kam zum Schluss, dass eine Streichung aller Aufführungen während 18 Monaten keinen gangbaren Weg darstellt. Dies auch aus Gründen der Kontinuität, damit im sanierten Theater ein möglichst guten Wiederstart gewährleistet werden kann. Zudem braucht es - bei beiden Varianten - während der Umbauzeit zugemietete Betriebsräume für die Administration und andere Stabsfunktionen.

Nettokosten bei rund 1 Mio. Franken

So kam man zum Entschluss, sämtliche Vorstellungen des Musiktheaters in Biel stattfinden zu lassen und die Besucherinnen und Besucher von Solothurn mit Shuttlebussen zu den Vorstellungen zu fahren. Für das Schauspieltheater werden Ersatzspielstätten zugemietet, wie zum Beispiel die Rythalle, Openair-Aufführungen und Gaststätten. Die Kosten, welche der Stadt Solothurn für die Ersatzspielorte und Zusatzaufwendungen belastet würden, werden nach heutigem Wissensstand für 18 Monate knapp 1,2 Mio. Franken betragen. Abzüglich wegfallender Unterhalts- und Energiekosten dürften sich die Kosten bei netto 1 Mio. Franken einpendeln.

Weitere Kosten könnten hinzukommen

Weiter nahm die GRK zur Kenntnis, dass das Stadttheater durch den Umbau auch Ertragsausfälle und Zusatzaufwendungen zulasten seiner Rechnung in der Höhe von rund 760 000 Franken zu tragen haben wird. Da das Stadttheater nicht über die nötigen Finanzmittel verfügt, hat es mit seinen Kostenträgern die Verhandlungen darüber aufzunehmen, wie dieses Defizit getragen werden könnte. (mgt/ak)

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