Solothurner Wetter

Der spätsommerliche September brachte zu wenig Regen

Die Harley-Piloten schwitzten am 29. September in ihren Lederjacken.

Die Harley-Piloten schwitzten am 29. September in ihren Lederjacken.

Nur knapp die Hälfte des sonst üblichen Regens fiel in der Region Solothurn im Monat September. Dafür reichte es noch lange für einen «Schwumm» in der Aare - sie hatte zu ihren besten Juli-Zeiten 24 Grad gehabt.

Spätsommerliches Wetter dominierte auch in der Region Solothurn den ersten Herbstmonat – ein Dutzend mehrheitlich sonniger Tage mit Mittagstemperaturen über 20 Grad belegen dies. Mit einem Monatsmittel von 15,7 Grad lag der September allerdings nur minim über dem langjährigen Durchschnitt.

Klar verfehlt wurde dieser jedoch in Sachen Niederschlag: 55,7 Liter Regen pro Quadratmeter wurden im Wallierhof Riedholz registriert, gar nur 41 Liter in Solothurn - was weniger als der Hälfte des Langzeitwerts entspricht. Letztmals überdurchschnittlich viel Regen erhalten hatte die Region im Mai.

Baden lag alleweil noch drin

Bewölkt, aber trocken startete der Monat öfters mit dem bekannten Spielverderber, der Bise. Sie dämpfte auch vorerst die Lust auf einen nochmaligen Badi-Besuch, obwohl die 20-Grad-Marke an den meisten Tagen geknackt wurde. Nennenswert Niederschlag fiel vorerst nur gerade ausgerechnet am Sonntag, 8. September, dann folgte bis am 23. September ruhiges und mildes Spätsommerwetter ohne einen Tropf Regen. Es gab auch durchaus noch den einen oder anderen echten Sommertag mit mehr als 25 Grad, schon fast heiss wurde es am Dienstag, 16. September. In den Nächten kühlte es jetzt zwar ordentlich ab, doch fiel die Aaretemperatur nur zögerlich unter die 20-Grad-Marke, womit ein «Schwumm» noch bis gegen das Monatsende möglich blieb.

Durchzogene HESO

Mit dem noch sommerlich verbrämten Beginn der HESO änderte sich der Wettercharakter in der letzten Septemberwoche doch grundlegend. Mit einer Westwindlage blieb es zwar weiterhin recht mild, doch nun brachten einige Störungs-Staffeln doch noch zählbare Niederschlagsmengen in die Region. Am nassesten fiel am 23. September der HESO-Montag aus, das zwar sonnige Messefinale mit der Harley-Parade beeinträchtigte nur der böige Westwind.

Es will noch gar nicht Winter werden

Nun, der Altweibersommer ist Geschichte, doch der früher zu Oktober-Beginn übliche erste Schnee bis hinab auf den Jura vorläufig kaum ein Thema. In den nächsten Tagen bleibt es wohl wechselhaft, nächste Woche besteht die Chance auf vorübergehenden Hochdruckeinfluss mit vielleicht nochmals 20 Grad. Darüber hinaus sehen die Modelle eher pflotschnasses und relativ mildes «Hudu-Wetter» im Anmarsch –Folgen des Hurrikans Lorenzo?

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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