Als ganz ordentlicher Sommermonat, aber keineswegs Rekordhalter wird der August 2012 in die Wetterannalen eingehen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 blieb er nämlich noch immer satte 3 Grad unter dem einsamen Rekord-Sommermonat, dem August 2003. Aber immerhin – 1,5 Grad wärmer als das langjährige Mittel war dieser August schon. Und mit einer Gesamtregenmenge von 85 Litern pro Quadratmeter in Solothurn (95,2 im Wallierhof Riedholz) auch zu trocken. Ingesamt schliesst damit der Sommer 2012 mit einem Schnitt von 19,3 Grad etwas zu warm und zu trocken ab, wobei das Gesamtregendefizit für dieses Jahr immer noch bei rund 40 Prozent gegenüber der Normalmenge liegt.

Nächtliches Feuerwerk

Schon auf den 1.August hielt Petrus einen Schabernack bereit: Mitten ins Schlussbukett des städtischen Feuerwerks leerte er eine Kanne Regenwasser. Am ersten Augustwochenende allerdings war der Regen – wie schon den ganzen Juli hindurch – mehr als eine Episode. Rund 25 Liter gabs bis am Montag, 6.August, doch dann rappelte sich Sommer vorerst mit einer Serie von acht Sonnentagen ensuite auf. Nass war es vom 15. auf den 16. August, ehe eine veritable Hitzeperiode mit Tagesmaxima klar über 30 Grad einsetzte.

Sie brachte mit dem schönsten und wärmsten, weil wolkenlosen Wochenende vom 18./19. August den Freibädern doch noch Rekordfrequenzen. In der Aare vergnügte sich Gross und Klein in Scharen oft bis in die Nacht hinein. Aufgrund der Wärme sank allerdings die Wasserqualität enorm, und in der dritten Augustwoche wurde in Altreu sogar ein Badeverbot verhängt. Einmal mehr verregnet blieb dagegen das vierte Augustwochenende, nachdem zuvor spektakuläre Blitzlichtgewitter am Nachthimmel das nahende Sommerende angekündigt hatte. Dieses fand sehr ähnlich wie im August 2003 mit dem Durchzug einer Kaltfront am 30. statt – seither ist der Wettercharakter mit der «Bise noire» doch schon sehr herbstlich.

Nun, den Altweibersommer, den haben wir noch zugute, und er wird sich – typisch für die erste Septemberhälfte – auch pünktlich einstellen. So dürften schon am Wochenende verbreitet 25 Grad erreicht werden, die wieder «beschwimmbare» Aare ist allerdings von einst gut 22 auf unter 18 Grad abgesackt. Und mangels weiterem Regen fragen sich die Pilzfans je länger je mehr: Wann erheben in der Region Steinpilz und Co. endlich ihre Häupter?