Nach dem völlig enttäuschenden Sommer machte der September wieder einiges wett. Mit viel Sonnenschein und einem Monatsmittel von knapp 16 Grad war er gut ein halbes Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt. Rekordverdächtig ist das nicht: Der September 2006 lag beispielsweise bei stolzen 16,8 Grad. Der September 2014 war aber auch deutlich zu trocken, mit 41 Litern pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz und 33,5 Litern in Solothurn lag die Monatsregenmenge bei knapp einem Drittel des langjährigen Durchschnitts. Dies sorgte nach dem ebenfalls zu trockenen August für lange Gesichter bei den Pilzsammlern, die nach dem viel zu nassen Juli und einem verheissungsvollen Saisonstart zunehmend auf eher «leere» Wälder stiessen.

HESO-Aussteller nicht begeistert

Der Monat startete mit einigen wenigen Tropfen meist sonnig bei spätsommerlicher Wärme. Indiz für die hohen Temperaturen waren die von Gewittern begleiteten Schauer am 8. und 9. September. Eher hochneblig bewölkt ging es bis zur Monatsmitte weiter, wobei jetzt auch die Bise mitmischte. Frappant waren vor allem die recht angenehmen Nächte, die zweistellige Frühtemperaturen vorläufig nicht unterschritten. Am 17./18. September kratzte das Thermometer sogar nochmals an der 25-Grad-Marke eines Sommertags und lockte noch etliche Unentwegte in die Badi. Ausgerechnet am Bettagswochenende zeigte sich das Wetter von der ganz launischen Seite – Platzregen und Donnerwetter wechselten mit sonnigen Phasen ab. Fast die ganze Regenmenge des Monats kam an diesen zwei Tagen zusammen.

Sehr abhängig vom Wetter ist jeweils die Herbstmesse Solothurn HESO. Kühle, grau-feuchte Witterung lockt die Massen in die Hallen, Sonne pur und laue Abende bescheren nur den Aussenständen mehr Publikum. Zwar gabs nach dem Bettag zwei, drei kühle Nächte mit einstelligen Temperaturen. Aber insgesamt war es bis Monatsende abgesehen von Morgennebeln freundlich und tagsüber warm.

Noch keine Spur von Kälte

Derzeit ist kein Ende des Altweibersommers abzusehen. Zwischen einem Tief über dem Atlantik und einem Hoch in Osteuropa wird milde, manchmal etwas feuchtere Luft in die Schweiz geführt. Bis Mitte Oktober ist jedenfalls kein Herbststurm mit Regenwetter und einem Temperaturrückgang auf fast winterliches Niveau in Sicht.