Genugtuung bei den Verantwortlichen der Kulturfabrik Kofmehl: Die neue Lärmschutzwand steht. Geplant ab Mai 2011 wurde sie diesen Sommer durch ein Urteil des Solothurner Verwaltungsgerichts verfügt. «Die eine Auflage, damit wir künftig wieder bis 3 Uhr offen halten können, haben wir damit erfüllt», freut sich Betriebsleiter Pipo Kofmehl.

Auch die zweite Auflage, das Anpassen des Betriebskonzepts in Sachen Lärmschutz komme man mit vermehrten Kontrollen ausserhalb des eigentlichen Kofmehl-Areals nach. Die Kulturfabrik, die jährlich rund 75 000 Besucherinnen und Besucher anzieht, hatte zuletzt nur noch bis 2 Uhr geöffnet werden dürfen, was von der Solothurner Jugend mit Demonstrationen und Protesten beantwortet worden war.

Im Raum steht auch noch das Pilotprojekt einer versuchsweisen Öffnung bis 5 Uhr morgens. Doch zuerst wolle man jetzt bei den Stadtbehörden die alte Öffnungszeit bis 3 Uhr beantragen. Zu viel auf einmal sei zu viel, meint Pipo Kofmehl, «ausserdem haben wir bis Ende 2013 Zeit, um noch einzusteigen.» Doch zuerst müsse ohnehin noch abgeklärt werden, ob die Kulturfabrik überhaupt am Versuch teilnehmen könne.

Viel Unterstützung

Die Kulturfabrik Kofmehl gehört im Baurecht der Stiftung zur Förderung der Solothurner Jugendkultur. Deren Präsident Rolf Studer zieht ein positives Fazit zur Realisierung der Lärmschutzwand in nur drei Monaten.

«Sie ist finanziert.» Dies dank grosszügigen Unternehmern und Spenden aus der ganzen Schweiz, die das Projekt im Umfang von rund 300 000 Franken weitgehend abgedeckt hatten. Mitgeholfen hatten aber auch Fronarbeiten der rund 200 jugendlichen Kofmehl-Helferinnen und -Helfer.