Wetter
Der September in Solothurn war zwar golden, aber kühl

Nach mehreren Monaten mit Wärmeüberschuss zeigte sich der September von der eher unterkühlten Seite. Dazu war er sonnig und zu trocken.

Wolfgang Wagmann
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Der September in Solothurn war sonnig und zu trocken. (Archiv)

Der September in Solothurn war sonnig und zu trocken. (Archiv)

Hanspeter Baertschi

Mit einem Monatsmittel von nur gerade 14,1 Grad blieb der erste Herbstmonat gut ein Grad zu kühl gegenüber dem langjährigen Durchschnitt. Noch krasser fiel die Abweichung bei der monatlichen Regenmenge aus: In Solothurn kamen über die 30 Tage nur gerade 53,5 Liter pro Quadratmeter zusammen, im Wallierhof Riedholz waren es gute zwei Liter mehr, aber damit bleibt der Niederschlag auf rund der Hälfte der Normalmenge.

Diese wurde letztmals im Juni erreicht, seither blieb es stets massiv zu trocken, was bisher auch zu einem weitgehenden Totalausfall der Pilzsaison geführt hat.

Sommer chancenlos

Der erste September war als Übergangstag vom heissen August-Finale in den kalendarischen Herbst noch der wärmste Tag des Monats, begleitet von schwachem Regen. Denn von nun sollte die 20-Grad-Marke kaum mehr zu knacken sein, zumal sich bis am 6. September eher wolkiges Wetter einstellte.

Bis am 11. September zeigte sich dann zwar täglich brav die Sonne, doch die ständige, am 8. stark auffrischende Bise sorgte dafür, dass nun Luftmatratze und Badehose endgültig verstaut werden mussten.

Mit dem Ende der Bise wurde es zwar etwas wärmer, aber auch feuchter, und um die Monatsmitte kam innert vier Tagen endlich wieder einmal eine zweistellige Litermenge Regen pro Quadratmeter zusammen.

Doch blieben Gartenschlauch und Giesskanne ein Thema, auch wenn am Donnerstag, 17.September, endlich wieder einmal ein mehrstündiger, ergiebiger Landregen niederging. So wurden damals in Solothurn 19 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert.

Echte Entlastung brachte dieses Ereignis aber nicht, denn abgesehen vom 22./23. September mit relativ schwachen Regenfällen blieb es sonnig und trocken. Spielverderber waren die ersten Morgennebelfelder und Hochnebelfetzen, die manchmal bis in die Mittagsstunden herumlungerten, sowie die wieder auflebende, am 28. September gar stürmische Bise. Immerhin hatte sie an diesem frühen Morgen zwischen 4 und 5 Uhr den Himmel blankgefegt für das seltene Himmelsereignis des so genannten Blutmondes.

Es bleibt warm

Sicher war der orange Mond kein Anzeichen für den nahenden Winter. Mit dem etwas wechselhaften, wahrscheinlich leicht angefeuchteten Wochenende steigt auch die Nullgradgrenze wieder auf über 3500 Meter an und leitet zu einer hochruckbestimmten, warmen ersten Oktoberwoche über. Frost und Kälte sind noch nirgends in Sicht.

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