Chlausemäret
Der Samichlaus als Stargast auf dem Friedhofplatz

Die roten Dächer über dem Solothurner Friedhofplatz sind ein untrügliches Anzeichen: Hier hat für zwei Tage der Samichlaus sein Lager aufgeschlagen. Mit von der Partie sind der Schmutzli sowie gleich zwei Esel.

Wolfgang Wagmann
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Chlausemäret 2018 in Solothurn Samichlaus und Schmutzli sind für die Kinder da.
21 Bilder
Chlausemäret 2018 Solothurn
 Viele wollen dem Samichlaus ein Värsli aufsagen
 Samichlaus und Schmutzli sind für die Kinder da.
 Der Schmutzli wird skeptisch angeschaut
 Die Esel Luana und Beppo sind die geheimen Stars am Friedhofplatz.
 Die Esel Luana und Beppo sind die geheimen Stars am Friedhofplatz.
 Die Esel Luana und Beppo sind die geheimen Stars am Friedhofplatz.
 Auch Weihnachtsschmuck gibts schon zu kaufen.
 Auch der Börsenplatz gehört jetzt noch zum Chlausemäret.
 Heiss begehrt: der Glühwein.
 Heiss begehrt: der Glühwein.
 Das Angebot an den über 70 Ständen ist vielfältig.
 Das Angebot an den über 70 Ständen ist vielfältig.
 Das Angebot an den über 70 Ständen ist vielfältig.
 Nachts wirds am Friedhofplatz bis hinunter zum Börsenplatz richtig stimmungsvoll.
 Nachts wirds am Friedhofplatz bis hinunter zum Börsenplatz richtig stimmungsvoll.
 Nachts wirds am Friedhofplatz bis hinunter zum Börsenplatz richtig stimmungsvoll.
 Nachts wirds am Friedhofplatz bis hinunter zum Börsenplatz richtig stimmungsvoll.

Chlausemäret 2018 in Solothurn Samichlaus und Schmutzli sind für die Kinder da.

Wolfgang Wagmann

000. Das ist eine Ansage. Im Klartext; Es gibt laut Parkleitsystem keinen freien Platz mehr im Parkhaus Bieltor. Jetzt schon, vor 14 Uhr. Denn es ist Chlausemäret. Alle haben nur ein Ziel: den Friedhofplatz. Auffallend viele Kinderwagen werden durch die Altstadt gestossen, die ältern Klein trippeln an der Hand ihrer Mütter mit. Ihr Ziel ist ebenso klar: ab zum Samichlaus mitsamt Schmutzli. Natürlich kann jedes sein Värsli, aber ein bisschen respektvolle Distanz muss sein. Und für das Nüssli oder Mandarinli tuts auch der lang ausgestreckte Arm.

Den brauchts auch bei Beppo und Luana. So heissen die zwei Esel im «Gatter» nebenan. «Bitte nicht füttern!», hat der Samichlaus am Zaunpfahl angeschlagen. Daneben: «Streicheln der Esel auf eigene Gefahr!» Die Grautiere sind bei guter Laune. Und erhalten deshalb reichlich Streicheleinheiten. Die eigene Gefahr ist weit weg.

Ein Selbstläufer

Mitten im schon ansehnlichen Besucherpulk treffen wir auf Philipp Hofer. Der Confiseur hat wie die anderen Stadtbäckereien auch einen Stand in Betrieb, gespickt mit reichlich Bänzen und Chläusen aller Naschart. «Ich bin schon seit 20 Jahren im OK dabei.» Und diesmal ist er sogar Präsident – gemäss einem Rotationsschema. «Wir haben einige neue, zusätzliche Stände, auch um erstmals den Börsenplatz mit einzubeziehen.» Dies ermögliche einen attraktiveren Abschluss des «Wurmfortsatzes» am Stalden. «Linda’s Art» oder das «Weissenstein-Bier» haben sich unten am Platz angesiedelt, und auch das «Jägerstübli» sei mit von der Partie, so Hofer.

Ansonsten mache man wenig Werbung, «und an Ständen können wir immer auswählen, da wir mit der Durchführung unter der Woche konkurrenzlos sind», meint der OK-Präsident weiter. «Der Chlausemäret ist ein Selbstläufer.» Gegen 1300 Liter Glühwein wirds an beiden Tagen wohl bis zum Ende am Donnerstagabend um 21 Uhr brauchen – obwohl der Samichlaus wie der Schmutzli in ihren Roben derzeit eher ins Schwitzen kommen.

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