Katzen im Dienste der Wissenschaft. Keine Sorge, den Miezen wird dabei kein Haar gekrümmt. Für einmal werden sie zu Forschern, nicht Forschungsgegenständen. Was die Jäger stolz nach Hause bringen, das interessiert. Mäuse und andere kleine Säugetiere können, möglichst bevor sie zu stark verwest sind, im Naturmuseum Solothurn und an weiteren Stellen abgegeben werden.

Aber Vorsicht: Die Kadaver können Träger von Krankheiten sein und sollten nicht mit blossen Händen angefasst werden. Deshalb gilt: Die Beute mit einem Plastiksack angefasst und verpackt, dem Ganzen ein Zettel mit Fundort und -datum beigegeben. Experten bestimmen die Tiere dann und melden, um welche Art es sich gehandelt hat.

Für den Säugetieratlas

Das Projekt «Zeig mir deine Maus, Katze!» wird vom Naturmuseum Solothurn in Zusammenarbeit mit dem Berner Büro für Wildtierbiologie «Quadrapoda» durchgeführt. Von den Vorkommen und der Verbreitung kleiner, wild lebender Säugertiere wisse man nur wenig. Ziel sei deshalb eine Bestandesaufnahme in den Kantonen Solothurn und Bern.

Die erhaltenen Informationen fliessen dann in den neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein ein, der sich momentan in Arbeit befindet. Bis im Herbst 2018 haben Katzenhalter so die Möglichkeit, der Wissenschaft unter die Arme zu greifen. Träger dieses Projekts ist die «Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie».

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.bit.ly/katze-maus