Endspurt für den Sommer: Man würde annehmen, dass dies auch für alle Jogger, Runner, Läufer gilt, die den öffentlichen Raum erobern. Bislang war eigentlich der Lenz klar als jene Jahreszeit definiert, in der Bewegungsfreudige ihre Laufschuhe montieren und bis zur Tagundnachtgleiche nicht mehr ausziehen. Doch in Solothurn ticken die Uhren in Sachen Bewegungsdrang etwas anders. Denn die Stadt kommt jetzt erst in Fahrt respektive «in Lauf». Ein Blick in die Kulturagenda...

Gesprintet wird heute Abend in der Altstadt. Dabei queren Jung und Alt die Passanten. Die Teilnehmerliste liest sich teils tierisch spassig, teils ehrgeizig: Die Matzedörfer Schnägge treten gegen die Road Runners an. Wetteifer darf erwartet werden, wenn Polizeisportgruppen Turnvereinen die Stirn bieten und sportive Schulklassen gegeneinander antreten. Das «Quer durch Solothurn» ist so quasi zur Trockenvariante des Aareschwimmens.

Gring ache u seckle gilt auch morgen Samstag. Obwohl man gerade in der Dunkelheit mehr sieht, wenn man den Kopf hebt – und mit Konkurrenzdenken hat der erste «Light Run» von Solothurn auch nichts zu tun. Nur mit beschaulicher Gemächlichkeit kann man die fluoreszierende und LED-basierte Farbenpracht und Farbentracht geniessen, wenn dekorierte Spassläufer durch die Dunkelheit sprinten. Dagegen können sich Glühwürmchen vor Neid grün und blau ärgern. Beim «Light Run» ist die Farbenpalette noch breiter.

Nonstopp geht die Lauferei am 24. September weiter - und dies zu einem guten Zweck. Der Sponsorenlauf «Charity Walk & Run» einer muslimischen Jugendorganisation hält die Stadt ebenfalls auf Trab. Wer nach diesem Datum die Laufschuhe noch anbehält und sie schneefit macht, gehört zu einer raren Spezies – definitiv.