Solothurn
Der Rohbau kommt voran: So sieht es zurzeit im Hotel Krone aus

Im Frühling 2017 möchte die Genossenschaft Baseltor als Betreiber das neue Restaurant und Hotel Krone in Solothurn wieder eröffnen. Vorher gibts allerdings noch sehr viel zu tun.

Drucken
Teilen
Krone Solothurn: So sieht es im Februar 2016 aus Hier kommt noch das neue Dachgeschoss des Leist-Flügels hin
20 Bilder
Altes ist Neuem gewichen.
Auch ein Serviceclub.
Damit ist nicht die Türe gemeint.
Das Entree kommt Krone-Kennern noch halbwegs bekannt vor.
Das Rathaus Solothurn unter Aufsicht.
Der Abgrund des Liftschachts.
Der Ausblick auf die Jesuitenkirche.
Der Hof aus der Froschperspektive.
Der weiterhin unterteilbare Saal wird sein Erscheinungsbild behalten.
Der Wirtschaftstrakt wird künftig Büros der Hotel- und Restaurantbetreiber aufnehmen.
Die alte Decke unter dem Dach ist noch nicht ganz beseitigt.
Die Decke unter dem Dach wurde aufgestockt für neue Hotelzimmer.
Diese Einbauschränke bleiben als Retro-Elemente erhalten.
Ein ganz besonderer Arbeitsplatz.
Ein Lächeln zwischen dem Treppengeländer.
Krone Solothurn. So sieht's zur Zeit aus
Noch gibt es viel zu tun.
Spektakulärer Blick aus der Dachluke.
Wo im Alten Neues entsteht.

Krone Solothurn: So sieht es im Februar 2016 aus Hier kommt noch das neue Dachgeschoss des Leist-Flügels hin

Wolfgang Wagmann

Dass hier eine neue Küche hingebaut wird, muss man schon wissen. «Doch, es reicht gerade mit der Höhe», versichert Architekt Andreas Jenni. «2,40 bringen wir hin. Aber es ist schon sehr komplex.» Wir stehen im beibehaltenen Treppenhaus, vor uns tut sich ein Gerüstgewirr vor Wänden auf, die mehr aus leeren Fensterhöhlen als aus Mauern zu bestehen scheinen. Der ehemalige Leist-Flügel.

Er erhält ein neues Dachgeschoss, das mit einigen Bälkchen im richtigen Winkel ablesbar ist. Dazwischen viel Luft, durch die immer wieder der Kranhaken mit unterschiedlichen Lasten pendelt. Der Leistflügel, früher ebenfalls zum Hotel gehörend, wird von der «Krone» baulich völlig abgetrennt, die Baurechtsnehmerin des gesamten Ensembles, die Swiss Prime Anlagestiftung, wird hier Ladenflächen auf zwei und Wohnungen auf vier Geschossen vermieten.

«Wir können den Haupttrakt aber nicht vorziehen» – zuerst müssten die Rohbau-Installationen im Leistflügel erfolgen, so der Mann, der für das beauftragte Architektenbüro Graf, Jenni, Stampfli in diesem Wirrwarr stets die Übersicht zu behalten hat. Im Mai sollten die Baumeisterarbeiten beendet sein, so die Prognose von Andreas Jenni.

Die neuen Hotelzimmer
Übersichtlicher wirds für den Laien im bekannten Haupttrakt des Hotels. Auch weil vieles belassen wurde und auch wird. Das Restaurant, der Saal, weiterhin unterteilbar, die Eckbar. Nur die L-förmige Bar rechts im Parterre wird einen quadratischen Grundriss erhalten, die Rezeption neu angeordnet. «Halbsanft» werde hier renoviert, meint der Architekt mit einem Lächeln. Das heisst, grundsätzlich bleiben die Räume und ihre Grundrisse erhalten.

So auch die Hotelzimmer, wie die beiden Suiten über die Hausecken mit der spektakulären Aussicht auf St. Ursen und den Kronenplatz mit der vorderen Hauptgasse. 28 Zimmer sinds insgesamt in der «Krone», neun kommen im Laufe des nächsten Jahres noch oberhalb der Hotelgarage in der Seilergarage dazu. Von den 28 im Hauptbau werden zehn neu im Dachgeschoss gruppiert. «Wir haben die Balkendecke um 70 cm erhöht.» Doch damit bleibt für Andreas Jenni im ansonsten beibehaltenen Dachstock noch immer genug Platz für die Installation der Klimaanlage.

Interessantes Detail: Im unteren Bereich entfernte, weil nicht mehr gebrauchte Deckenbalken wurden durch die Denkmalpflege dendrochronologisch untersucht. Einige davon gingen auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück, wurden also bei späteren Umbauten einfach wieder neu verbaut. Denn der Haupttrakt in der heutigen Form entstand erst in der Mitte des
18. Jahrhunderts.

Eröffnung im März 2017?
Weiter hinaus auf die Äste als der Architekt lässt sich Franz Herger, Finanzchef der Genossenschaft Baseltor, die künftig das Hotel und Restaurant pachten und führen wird: «Wir möchten das Haus nächstes Jahr im März eröffnen können. Im Herbst wirds dann für uns richtig losgehen, so Hergers Ansage.

Vorsichtiger mit «Frühling im nächsten Jahr» bleibt Martin Volkart, Projektleiter der Genossenschaft für den Innenausbau der «Krone». «Der Umbau ist sehr anspruchsvoll», betont er, «doch die Zusammenarbeit mit det Swiss Prime Anlagestiftung ist gut angelaufen und sehr angenehm.»

Aktuelle Nachrichten