«SPriisli»

Der Preis der SP Stadt Solothurn geht nach Brasilien

Fabian Hosner vom Verein Liberdade (l.) freut sich über den Preis, den ihm SP-Parteipräsident Claudio Marrari überreicht.

Fabian Hosner vom Verein Liberdade (l.) freut sich über den Preis, den ihm SP-Parteipräsident Claudio Marrari überreicht.

Die SP Stadt Solothurn hat das «SPriisli», den diesjährigen Sozialpreis der Partei, an den Verein Liberdade vergeben.

SP-Stadtparteipräsident Claudio Marrari überreichte im Rahmen der Parteiversammlung der Solothurner Genossinnen und Genossen im Restaurant Industrie den mit 1000 Franken dotierten Sozialpreis «SPriisli» an den Verein Liberdade, vertreten durch Fabian Hosner. Der Verein Liberdade setzt sich für die Kinder in der Escola Communitaria in der brasilianischen Stadt Recife ein.

1988 bestand im Armenviertel des Stadtteils sitio dos macacas in Recife ein grosses Bedürfnis, eine Primarschule einzurichten – eine Handvoll initiativer Brasilianerinnen mit pädagogischer Ausbildung besetzte damals den Bahnhof und unterrichtete die Schülerinnen und Schüler. Notabene ohne jegliche Unterrichtshilfen wie Hefte oder Bücher: Gerechnet wurde mit Steinchen oder Bohnen, geschrieben wurde auf den weissen Rändern von Zeitungen.

Hilfe aus der Schweiz

Ab 1990 bekamen die Lehrerinnen in Brasilien Unterstützung durch eine deutsche Lehrerin, welche in Deutschland den Verein Liberdade e.V. gründete, mit dem Ziel, die Schule in Recife zu unterstützen. So wurde ein kleines Schulhaus gebaut und Lehrmittel zur Verfügung gestellt. Marlene Grieder aus Wangen lernte das Projekt kurz darauf über die deutsche Lehrerin kennen und gründete den Verein Liberdade Schweiz, ebenfalls mit dem Ziel, für die Schule in Recife Geld zu sammeln. «Wir wünschen den beiden Preisträgern, dass sie sich noch lange erfolgreich für die Escola Communitaria einsetzen können», hielt Claudio Marrari in seiner Würdigung fest.

Die Lehrerinnen verfügen nämlich heute über eine massiv bessere Infrastruktur: 170 Kinder erhalten einmal täglich eine warme Mahlzeit, werden unterrichtet und auch regelmässig durch eine Ärztin untersucht. Es stehen mehrere Klassenräume zur Verfügung, die Lehrerinnen erhalten einen landesüblichen Lohn.

Anschliessend diskutierten die Parteimitglieder das aktuelle städtische und kantonale Politgeschehen in geselliger Runde. (mgt)

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