Solothurn
Der Pavillon auf dem Dornacherplatz wird zum «Nachhaltigkeitslabor»

Der Pavillon auf dem Dornacherplatz steht seit Herbst 2017 leer – nachdem die «Diamond Bar» schliessen musste. Die Firma so Slow GmbH von Evelyne Schoffe und Martin Tschumi haben das kleine Häuschen seit letztem Jahr gepachtet und wollten im Frühling 2020 mit einem neuen Event-Konzept eröffnen.

Interview: Judith Frei
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Der Pavillon auf dem Dornacherplatz.

Der Pavillon auf dem Dornacherplatz.

Tom Ulrich

Der Pavillon hätte schon eröffnet werden sollen. Was ist passiert?

Evelyne Schoffe: Wäre alles nach Plan verlaufen, hätten wir schon vor einigen Monaten den Pavillon eingeweiht. Aber Covid hat alles angehalten. Wir waren dann gezwungen, von Tag zu Tag die nächsten Schritte zu planen. «Öufi Summer» wird auch unser Projekt in die Gänge bringen. So werden wir auch am Freitag den Startschuss für so Slow abgeben.

Evelyne Schoffe ist Mitgründerin von so Slow GmbH Bild

Evelyne Schoffe ist Mitgründerin von so Slow GmbH Bild

Tom Ulrich

Hat sich das Konzept für den Pavillon geändert?

Ja. Der Pavillon ist sehr klein, deswegen ist ein normaler Gastronomie-Betrieb momentan nicht möglich. Wir haben deswegen ein Pop-up-Konzept entwickelt.

Was heisst das?

Der Ort hat keine fixen Öffnungszeiten. So wollen wir zum Thema Nachhaltigkeit Anlässe organisieren. Er kann aber kostengünstig und niederschwellig für Anlässe zu diesem Thema gemietet werden. Auch für Sitzungen steht er zur Verfügung. Oder beispielsweise für eine «Tavolata» – ein kommunales Essen, wo alle an einer grossen Tafel sitzen. Die Küche dafür ist ja vorhanden. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Raum zu gestalten und wir sind offen für weitere Ideen. Wir werden auch bald unsere Website mit dem Angebot aufschalten und freuen uns auf neue Inputs.

Wie seid ihr auf dieses neue Konzept gekommen?

Uns ist aufgefallen, dass es in Solothurn viel verschiedene Projekte gibt, die sich für eine nachhaltigere Welt engagieren. Die Akteure sind aber verteilt und jeder macht sein Ding. Wir wollen dem entgegenwirken und eine Plattform für diese verschiedenen Projekte bieten – so eine Art Nachhaltigkeitslabor.

Woher kommt das Interesse für die Nachhaltigkeit?

Wir leben privat schon möglichst ressourcenschonend, wissen aber längst noch nicht alles. Wir wollen die Leute auch nicht belehren. Es gibt verschiedene Ansätze und Ausgangspunkte bei diesem Thema. Wir wollen einen Raum geben, wo gemeinsam darüber geredet werden kann.