Geschäftseröffnung
Der neue Standort von «Clochard» ist «optimal»

Die Solothurner Jeans-Pioniere von «Clochard», die Stampfli-Brüder, sind umgezogen und erfreuen sich nun an fast doppelt so viel Verkaufsfläche an der Gurzelngasse 27.

Wolfgang Wagmann
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Clochard Solothurn ist umgezogen
Nicht nur Jeans sind zu haben
Mit dem Pot-Shop am Stalden fing 1972 alles an

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Wolfgang Wagmann

Ein Clochard ist das Herumziehen gewohnt. Und so hat das gleichnamige Textilgeschäft wieder einmal einen Tapetenwechsel hinter sich: Als Manor-Mieter an der Gurzelngasse sind die Brüder Matthias und Manuel Stampfli nun etwas weiter vorne beim Bieltor gleich neben dem Schuhhaus Bieltor eingezogen. «Wir haben hier mit 200 Quadratmetern Verkaufsfläche fast doppelt so viel Platz», freut sich Matthias Stampfli. In den letzten Jahren hätte wegen des Vermieters auch ständige Unsicherheit geherrscht, denn dieser habe baldigen Eigenbedarf angemeldet. Aber offenbar hat sich die Sistierung von Manor-Umbauplänen (wir berichteten) auch auf den bisherigen «Clochard»-Standort ausgewirkt: Bald soll dort wieder ein neuer Mieter, ebenfalls ein Herren-Textilgeschäft, einziehen.

In des Vaters Fussstapfen

Die beiden Stampfli-Brüder sind in der Schweizer Welt der Jeans eine Grösse: In Subingen arbeiten 25 Angestellte in der Putt AG an den neuesten Designs für die Trendbekleidung. Dort befindet sich aber auch das logistische Herz der 14 Schweizer «Clochard»-Filialen, die weitere 50 Personen beschäftigen. Im neuen, von Cyrill Widmer der Firma Kyriles originell gestylten Solothurner Geschäft, das seit gestern offen steht, «legen wir den Schwerpunkt auf unsere eigene Marke der ‹Driver-Jeans›. Daneben führen wir auch andere Marken und Oberbekleidung», so Matthias Stampfli. Schon seit 1978 gibt es das «Driver»-Label für die Denim-Hose, die Vater Martin Stampfli zusammen mit seinem Bruder Kurt lanciert hatte. Die beiden hatten mit dem «Pot Shop» am Stalden 1972 den ersten Solothurner Jeans-Store eröffnet. Später war das Geschäft auch am Märetplatz vertreten gewesen.

Als der Vater 2006 verstorben war, mussten die beiden noch sehr jungen Söhne – Matthias war damals 24-, Manuel 28-jährig – die Verantwortung für die Zentrale in Subingen sowie das «Clochard»-Filialnetz übernehmen.

«Es gab schwierige Zeiten», räumt Matthias Stampfli ein, wobei auch Modetrends eine gewisse Rolle spielten. So wandten sich die Frauen eine Zeit lang von den Jeans den Leggins zu. «Doch Jeans sind immer wieder in», ist der junge Geschäftsmann überzeugt, «und sonst kommt halt wieder ein Retro-Look». Eng geschnitten sei derzeit wieder gefragt, und etwa seit drei Jahren können Männer auch bei ihren Jeans auf Stretch-Stoffe setzen – «das gab es vorher nicht.» Die Lage des neuen Geschäfts sei optimal, «und in Solothurn funktioniert das Ganze noch», meint Stampfli zum Einkaufsverhalten der regionalen Kundschaft. Wichtig ist für ihn, dass das Geschäft der beiden Brüder überschaubar bleibe «und wir das machen, was wir können».