Solothurn-Krimi

Der neue Krimi von Christof Gasser hat viel Sprengkraft

Aufnahmen mit dem Schweizer Fernsehen mit Christof Gasser beim Riedholzturm, einem Tatort im neuen Krimi «Solothurn spielt mit dem Feuer».

Der dritte Solothurn-Krimi von Christof Gasser ist erschienen. In «Solothurn spielt mit dem Feuer» geht es alles andere als friedlich zu im Städtli.

«Dieses war der zweite Streich, und der Dritte folgt zugleich», ist man versucht, Wilhelm Busch zu zitieren, wenn Christof Gassers neuester Solothurn-Krimi wieder in den Buchhandlungen gelandet ist. «Solothurn spielt mit dem Feuer» ist er übertitelt und diesmal knüpft Gasser – nach einem Ausflug ins Schwarzbubenland – wieder an seine Solothurn-Protagonisten Dominik Dornach und Angela Casagrande an.

Die beiden verfolgen die Schatten der Vergangenheit der bisherigen zwei Krimis, doch müssen sie sich auch mit neuesten Problemen wie Terrorbekämpfung, Kindesmissbrauch und Nachrichtendiensten auseinandersetzen.

Zur Geschichte nur so viel: Auf der Ruine Balm wird ein lange vermisstes Kind aufgefunden, allerdings nur noch als Skelett, und ein Oberrichter entgeht nur durch glückliche Umstände einem Briefbombenattentat. Doch damit nicht genug. Solothurn sieht sich plötzlich einer Bedrohung islamistischer Fanatiker gegenüber – von den persönlichen Irrungen und Wirrungen zwischen Dornach und Casagrande sowie ihrem Umfeld ganz zu schweigen.

Wiederum schafft es Christof Gasser, mit seinem Krimi-Solothurn, die Orte sowie die Charakterzüge seiner Protagonisten spannend, unterhaltend, getränkt mit geschliffenen Dialogen und einer durchorchestrierten Dramatik in eine spannende Geschichte zu verwickeln.

Zudem ist ein gehöriges Mass an Gesellschaftskritik nicht zu überlesen, indem er beispielsweise seine Akteure an einer Stelle über den Zusammenhang von Terrorismus und Globalisierung sprechen lässt. Zum Schluss des rasanten Textes bleibt ein Aufatmen und man ist fast ein wenig dankbar, dass es in Solothurn doch noch heisst: «Es isch immer eso gsi».

Best verkaufter Schweizer Autor

Christof Gasser belegt inzwischen mit seinen Solothurn-Krimis schweizweit die vorderen Ränge der Bestsellerlisten. Laut seinem Emons Verlag liegt die Gesamtauflage für die vier bisher erschienen Bücher bei knapp 70'000 Exemplaren. 2016 war er der meistverkaufte Schweizer Autor in der Rubrik Taschenbuch mit dem Erstling «Solothurn trägt Schwarz».

In der Rangliste aller deutschsprachigen Autoren (In- und Ausland) belegte er vor Lukas Bärfuss (9) Platz 7. Auch 2017 lag er mit «Solothurn streut Asche» beim Taschenbuch auf Rang 3 unter allen Autoren. So viel Erfolg machte auch das Schweizer Fernsehen auf Gasser aufmerksam. Diese Woche fanden an Tatorten des neuen Krimis Filmaufnahmen mit ihm statt. Am 29. Mai wird voraussichtlich ein Beitrag über ihn im Newsmagazin «10 vor 10» ausgestrahlt.

Die Buchvernissage und einer Lesung mit Hanspeter Müller-Drossaart findet am 13. Juni 20 Uhr in der Buchhandlung Lüthy Solothurn statt.

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