Solothurn
Der neue «Eleven»-Standort bleibt noch geheim

Im Solothurner Partylokal «Eleven» werden Pläne für die Zeit nach dem Exodus an der Fabrikstrasse geschmiedet. Wo sich die Wunschliegenschaft befindet, wollen die Betreiber aber nicht verraten.

Andreas Kaufmann
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Markus Moerler ist zuversichtlich, was die Nachfolge des «Eleven» anbelangt.

Markus Moerler ist zuversichtlich, was die Nachfolge des «Eleven» anbelangt.

Andreas Kaufmann

Ab Juni 2014 braucht das Partylokal «Eleven» im Sauser-Areal ein neues Zuhause. Die Betreiber haben eine Wunschliegenschaft im Auge, die in erreichbare Nähe rückt. Kostenpunkt: Zwei bis drei Mio. Franken.

Noch bleiben Markus Moerler und Olcay Sahin allerdings einige Monate Zeit, bis sie ihren Club «Eleven» im Sauser-Areal räumen müssen.

Dieser entspreche nicht der gewünschten Mieterstruktur der neuen Besitzerin Sasolim AG. So brauchen die beiden Partyveranstalter ab Juni 2014 eine neue Bleibe für ihr Ausgangslokal. Zeit, die sie sich auch nehmen wollen und müssen: «Wir möchten, dass das neue Lokal wirklich passt», bestärkt Moerler die langfristige Perspektive – weshalb der neue Club ebenso Hand und Fuss haben müsse wie der aktuelle.

Moerler hält sich bedeckt, wenn es um die Frage nach dem neuen Standort ab 2014 geht. Klar ist: Der Wunschort befindet sich auf städtischem Boden, umgeben von Industriegebäuden, die selbst mit Lärmemissionen einhergehen. Somit dürften auch von einem Partybetrieb keine Anwohner direkt betroffen sein. Auch seitens Stadt werde der Standort für die Pläne des «Eleven» als «ideal» bezeichnet, so Moerler.

Fest steht aber auch, dass die Clubbetreiber die Wunschliegenschaft käuflich erwerben und danach umbauen möchten. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von zwei bis drei Mio. Franken, die über den Investorenweg beschafft werden sollen.

Auf dem Areal soll was geschehen

Ein «Riesenprojekt», sagt Moerler, und auch sonst gibt es einiges zu tun, vor allem, da die Baupublikation im Dezember, spätestens aber im Januar erfolgen soll: Der Gestaltungsplan, der vor rund zehn Jahren für das betreffende Terrain erstellt wurde, blieb bis heute unverwirklicht. Nun benötigen die «Eleven»-Betreiber acht Unterschriften der Liegenschaftsbesitzer, um den Gestaltungsplan und den damit verbundenen (aber nie realisierten) Verwendungszweck im beschleunigten Verfahren aufzuheben.

Sechs Unterschriften haben sie bereits zusammen: Unter den Besitzern ist man sich generell einig, dass auf dem Gelände nach langen Jahren des Stillstands etwas geschehen müsse.

Auch Fragen wie allfälliges Littering, Drogenprobleme, Lärm und Gewalt konnte mit den Teilbesitzern des Terrains geklärt werden: «Schliesslich haben wir die Probleme auch am derzeitigen Standort im Griff», argumentiert Moerler. Von viele Leuten höre er, dass sie den «Eleven»-Club nicht kennen würden, «was insofern ein gutes Zeichen ist, als dass wir nicht negativ in den Schlagzeilen stehen.»

Nach Umzug noch besser werden

Neu werden die Räumlichkeiten am alten Ort von Alex Künzle für seinen «Öufi»-Brauereibetrieb genutzt werden. «Was wir hier aufgebaut haben, müssen wir à fonds perdu abschreiben. Das Material landet grossteils in der Mulde», bedauert Moerler.

Dennoch: Die Not, den derzeitigen Standort im Sauser-Areal räumen zu müssen, ist längst zur Tugend und Chance geworden. «Wenn wir schon raus müssen, wollen wir gleichzeitig auch besser werden.» Eine Idee, die Moerler am neuen Ort verwirklichen will: eine Sommerterrasse, die einen Partybetrieb auch in der sonstigen Sommerpause und an lauen Sommerabenden interessant machen könnte.

Mehr Platz zum Abtanzen

Ebenfalls planen Moerler und Sahin einen grossen Live-Saal, «eine Rockstar-Halle für grosse Namen unter den DJs – mit einem Konzertcharakter und einer Frontalbeschallung», dies, ohne dem bestehenden Konzertveranstalter Kofmehl direkt zu konkurrieren. Insgesamt 450 Quadratmeter hat das «Eleven» heute; am neuen Ort soll es mehr Platz geben, «was nicht heisst, dass wir mehr Leute reinlassen wollen.» Stattdessen könnte die Anzahl der Dancefloors erhöht werden.

Geplanter Bestandteil des differenzierten Angebots ist auch eine Lounge, in der für eine ganz andere Zielgruppe das Gespräch gepflegt werden kann. Der Name «Eleven» übrigens könnte übrigens mit grosser Wahrscheinlichkeit bestehen bleiben.

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