Solothurn
Der Mieterverband muss sich einschränken

Die Rechtsberatung ist das Kernstück des Mieterinnen- und Mieterverbandes Solothurn und Umgebung. Doch gegenüber dem Vorjahr haben viel weniger Personen diese Leistung in Anspruch genommen. Fazit: Der Verein muss sparen.

Katharina Arni-Howald
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Der Mieterverband muss sparen. (Symbolbild)

Der Mieterverband muss sparen. (Symbolbild)

Walter Schwager

Fabian Malovini, der an der diesjährigen Mitgliederversammlung sein Amt als Präsident des Verbandes nach drei Jahren niedergelegt hat, führt den Rückgang darauf zurück, dass immer mehr Ratsuchende das Internet benutzen und sich dort auch die notwendigen Formulare beschaffen.

Günstigeres Büro gefunden

Angesichts dieser Entwicklung hat sich der Vorstand im Berichtsjahr vorwiegend mit den Finanzen und als Folge der Mindereinnahmen auch mit günstigeren Büroräumlichkeiten beschäftigt. Das auf Anfrage bei der Stadt vorgeschlagene neue Mietobjekt wurde besichtigt und dem Abschluss eines Mietvertrages wurde zugestimmt. Derzeit werden die Vertragsbedingungen verhandelt und festgelegt.

«Abgesehen von einem fehlenden Lift haben die neuen Räumlichkeiten keinen wesentlichen Nachteil und sind wesentlich günstiger als das bisherige Mietobjekt», schreibt Malovini in seinem Jahresbericht.

Der Verband hofft, mit dieser Massnahme den in der Jahresrechnung 2016 ausgewiesenen Verlust von 4700 Franken wieder wettzumachen. Die Büroräumlichkeiten waren bereits in den Vorjahren ein Thema, weil der Verein auch damals schon rote Zahlen schrieb.
Als Gegenmassnahme wurde auch in Betracht gezogen, auf das nach der Mitgliederversammlung offerierte Nachtessen zu verzichten und stattdessen Kaffee und Kuchen anzubieten. Unangetastet bleibt der Mitgliederbeitrag von 70 Franken.

Rasch Senkung beantragen

Den im Gewölbekeller des Alten Spitals vorgelegten Unterlagen ist zu entnehmen, dass es sich bei den Beratungsgesprächen mehrheitlich um Mängel, Wohnungsabgaben, Kündigungen, Mietzinssenkungen und allgemeine Beratungen handelte. Konkret wurden 232 Mitglieder und 48 Neumitglieder beraten. Angesichts des gesunkenen Referenzzinssatzes riet Malovini den Mitgliedern, beim Vermieter rasch eine Mietzinssenkung zu verlangen. Zur Berechnung des Anspruchs verwies er auf die Homepage des schweizerischen Mieterverbandes.

Die Nachfolger von Fabian Malovini tritt Irene Gaetani an. Nebst der neuen Präsidentin setzt sich der Verbandsvorstand aus folgenden Mitgliedern zusammen: Valmira Hajredinai, Serife Can, Patric Dudar und Alexandra Aerni (Sekretärin).

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