Das Suchen von Proportionen des Architekten und Designers Fritz Makiol aus Thunstetten erstreckt sich gleichermassen über die Interessensgebiete Mensch, Landschaft und Architektur. Berufsbegleitend entstanden zeichnerische Studien, Reiseskizzen und Aquarelle vor Natur. Mit der langjährigen Porträtmalerei rückt der Mensch ins Zentrum des Interesses.

Nach einer dreijährigen Ausbildung an der SfG Bern und mit dem Thema Aktmalerei und Tier in Bewegung wurde zum Beobachten vermehrt das Vereinfachen im Sinne der Abstraktion wichtig und das Problem: «Wie ists aufgerollt».

Schnelles Skizzieren

Fritz Makiol gelingt es mit einer lebendigen Linienführung die Wandelbarkeit von Haltung und Bewegung der nackten Körper in spontaner Linienführung skizzenhaft festzuhalten. Die nur spärlich lavierten Aktzeichnungen entsprechen dem schnellen Skizzieren der flüchtigen Posen seiner Modelle. Der weiche dicke und sanft gleitende Stift B6 ermöglicht sowohl prägnante als auch sensibel schattierend zerfliessende Strukturen. Dies bedeutet für Fritz Makiol auf seinem Weg des Entdeckens und Experimentierens, dass ein rhythmischer Dialog entsteht, den seine Hand nur noch umzusetzen braucht.

Menschen in Bewegung

Die Aktbilder von Rolf Bürgin, Ettingen BL sind Fotografien realer Inszenierungen flüchtig gesehener Ereignisse. Nicht mehr die Hand des Künstlers ist entscheidend, sondern der Fotograf hinter der Kamera und bei Bürgin ohne Retusche. Seine Objekte sind Menschen in Bewegung, theatralische Szenen, Tänzerinnen und Tänzer, Menschen als nackte Körper im Moment einer Haltung als spannungsvoller Ausdruck ins Bild gesetzt. Zwischen Fotograf und Modell ist stets die Kamera. Rolf Bürgin stellt sich Fragen rund um die Körpersprache. Wie fühlt man sich? Wie viel kann man verstecken, um noch nackt zu wirken? Für die optimale Aufnahme geht es darum in der Choreografie, der Wandelbarkeit des Ausdrucks den entscheidenden Bruchteil einer Sekunde für den Klick zu treffen.

Abstraktion des Körpers

Die sinnlich geformten Skulpturen der Bildhauerin Claudine Leroy Weil, Strassburg sind in Bronze gegossen. Die Entstehung der Formen geschieht intuitiv ganz ihrem Gefühlszustand entsprechend ohne thematische Vorgaben oder Vorstellungen im assoziativen Fortschreiten. Frühere Arbeiten hatten den weiblichen Körper zum Thema, der inzwischen eine grosse Abstraktion erfahren hat, bis die daraus abgeleiteten Formen ihre eigene Identität gefunden haben. Verblüffend ist die traumwandlerische Sicherheit der Künstlerin im Umgang mit Formen. Unter den Objekten finden sich dunkles Blau, Grün- und Brauntöne bis hin zu Mahagoni-Rot.

Die im Elsass aufgewachsene Künstlerin bildete sich an der École d’Architecture de Versailles im Zeichnen und Skulptur bei Gabriel Aymard aus. Im Gegensatz zu früheren kompakten und schweren Formen zeigt Claudine Leroy in der Galerie Artesol kleinere beschwingte dynamische Skulpturen.