Doppelausstellung

Der Maler und die Zeichnerin in der Galerie Artesol

Brian Burke und Pia Tauss stellen ihre neuen Werke in der Galerie Artesol im Vigierhof aus.

Brian Burke und Pia Tauss stellen ihre neuen Werke in der Galerie Artesol im Vigierhof aus.

Zwei gegensätzliche Lebensgefühle werden in der Doppelausstellung mit den neuen Arbeiten von Brian Burke (Malerei) und Pia Tauss (Zeichnung-Mischtechnik) gegenüber gestellt.

Brian Burke lebt und arbeitet in Ebikon, Luzern und auf der Prinz Eduard Insel in Kanada. Er studierte in den Siebzigerjahren am Nova Scotia College of Art and Design. Schon damals beschäftigte den Künstler das Problem, die figürliche Malerei und den sie umgebenden Raum mit abstrakten Mitteln auszustatten.

Brian Burke generiert expressiv-poetische Metaphern, die sich mit Lebenssituationen auseinandersetzen, mit der Einsamkeit und Verlassenheit, der Anonymität, mit der Lebensmelancholie, der Isolation und Entfremdung des Individuums in der modernen Gesellschaft, der Fremdheit in sich wie im Unbekannten der bekannten Welt.

Burke verwendet in seiner Malerei persönliches subjektives Material, das er für ein universelles Verständnis zu öffnen sucht. Manchmal geht es um sozial-politische Aspekte, und die Bilder sind selbstevident; doch seine Intention liegt im Lenken des Blickes vom Betrachtenden zum Resultat des Prozessualen der Malerei an sich – dort wo die Arbeit dem Betrachtenden keine definitiven Antworten gibt.

Auffallend an den Arbeiten des Künstlers ist der Umstand, dass seine Bilder als Hinweis auf die besagten Stimmungen stets nur eine Person enthalten, sei es ein relativ lichtes Porträt oder ein gestresster Banker in rouaultschem Schwarz.

Schwungvolle Strichführung

Pia Tauss ist eine ausserordentlich vielseitige Künstlerin. Zeichnen und Malen begleiten sie seit ihrer Kindheit. Als junge Mutter gründete sie eine Theatergruppe mit dem Ziel, die Welt der Märchen für Kinder wieder aufleben zu lassen.

Sie schrieb die schweizerdeutsche Bühnenfassung von fünf bekannten Märchen, entwarf Bühnenbilder und Kulissen, gestaltete Plakate und führte Regie. In der Folge entstanden die beiden Kinderbücher «Die kleine Wolke» und «Bodo will fliegen».

Es zeigte sich, dass ihr neben der eigentlichen Malerei (auch) das Illustrieren, die thematische Abfolge von Bildern besonders gut liegt.

Ausserdem verfügt Pia Tauss über verschiedene den Themen zugeordnete Mal- und Zeichenstile. Fettkreide, Farbstift und Mischtechnik wechseln zu Kohle-, Bleistift- und Federzeichnung.

Unter den erstmals gezeigten kleinformatigen Zeichnungen und Bildern sind Tanz-, Zirkus- und Fasnachtsszenen. Die Grazie und Bewegungen der Tänzerinnen werden mit schwungvoller Strichführung hervorgehoben.

Mit vorherigem Einfärben des Papiers wird die Einheit und Transparenz des Bildgeschehens gesteigert. In den kolorierten Zeichnungen der Fastnachtsszenen mit den bunten Kostümen, Verkleidungen und Masken wird zuweilen auch ein besonders dichtes Strichgeranke verwendet.

Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag, Freitag 14.30 bis 17 Uhr. Samstag 11 bis 16 Uhr. Samstagsapéro heute um 11 Uhr. Finissage: Samstag, 28. November, von 11 bis 16 Uhr.

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