«Der Lift zur RBS Station in Solothurn ist öfters ausser Betrieb», hat Leser M. B. (Name der Redaktion bekannt) zuletzt einige Male festgestellt. So sei am letzten Samstag, 30. September, eine Person im Lift gar eingeschlossen gewesen, «aber nur für ungefähr eine Stunde», wie der Leser schon fast erleichtert mitteilt. Der Lift habe aber dann bis am vergangenen Montag nicht funktioniert, belegt er mit einem zugestellten Foto.

Nicht das erste Mal

Weiteres «belastendes Fotomaterial» zeigt einen RBS-Zettel am Lift, datiert mit dem 21. Juli 2017. Auch damals lautete die unerfreuliche Botschaft an die Bahnreisenden: «Werte Fahrgäste. Der Lift ist momentan ausser Betrieb. Der Störungsdienst ist informiert. Der Lift wird in Kürze repariert. Danke für Ihr Verständnis. RBS.» Zwar anerkennt M. B., dass sich das RBS-Management für den damaligen Zwischenfall «höflichst» entschuldigt» habe. Doch «diese Entschuldigungen nützen einer Rollstuhlperson wenig, wenn das Umsteigen verunmöglicht wird.» Eltern mit Kinderwagen könnten natürlich die Treppe benützen, «kein Problem», findet M. B. doch: «Die sollen nur aufpassen, dass sie nicht stolpern mit Kind und Wagen.» Es sei einfach billig und «easy» sich immer nur zu entschuldigen, besser wäre einen verlässlichen Lift einzubauen, folgert deshalb unser Leser.

«Haben noch etwas probiert»

«Wir verstehen die Leute absolut, die sich ärgern», sagt Fabienne Thommen, Verantwortliche Kommunikation beim RBS. Sie bedaure die Zwischenfälle sehr. «Seit 20 Jahren hat der Lift klaglos funktioniert, und jetzt spinnt er wieder», ist leichter Frust spürbar, dass der Vorfall im Juli nicht der letzte gewesen ist. Man habe beim RBS reagiert und «software-mässig noch etwas probiert». Sie hoffe, damit seien die Probleme behoben, meint Thommen. «Ansonsten müssen wir die ganze Steuerung auswechseln.» In einer Auswechslung und damit Neubeschaffung der ganzen Liftanlage sieht sie allerdings keine Lösungsmöglichkeit, «denn an der Kabinen-Mechanik liegt es sicher nicht.»

Immerhin könne der RBS blockierte Bahnreisende im Lift «selber wieder rausholen», und das innert kurzer Zeit. Dass aber eine gewisse Angst vorhanden sei, steckenzubleiben, könne sie ebenfalls nachvollziehen, so Fabienne Thommen in der Hoffnung, dass der Lift in der nächsten Zeit wieder tadellos funktioniert, wie er das bis im Sommer zwei Jahrzehnte lang getan hatte.