Solothurn

Der Landhausquai lebt wieder: Viele Gäste an der Wiedereröffnung dank sommerlichem Wetter

Wie angekündigt, eröffneten am Montag auch die Bars am Landhausquai – eine Woche nach der restlichen Gastronomie.

Das Landhausquai ist am Montag wieder zum Leben erwacht. Wie die Barbetreiber an der Gastromeile angekündigt hatten, empfangen sie nun, eine Woche später als der Rest der Gastronomie, auch wieder Gäste. «Wir haben die Zeit dafür genutzt, die Schutzkonzepte umzusetzen», sagt Stephan Marti, Inhaber der Barock Café & Bar. «Irgendwie müssen wir ja zurück in die Normalität.» In seiner Bar trennen verkleidete Holzwände die Sitzplätze voneinander, als Alternative zum Zwei-Meter-Abstand. Doch die Bar ist leer ist an diesem Montagnachmittag – das Leben findet auf dem Landhausquai statt. Mit der Erlaubnis der Stadt konnten die Barock Café & Bar sowie das «Landhüsli» mit zwei, drei Tischen auf die schattige und kühle Meistergasse expandieren. «So kann ich etwas mehr als die Hälfte meiner Sitzplätze anbieten», sagt Marti.

Das «Landhüsli» könne so sogar gleich viele Tische draussen aufstellen, wie vor der Krise. Drinnen müsse die Bar aber auf rund 20 Plätze verzichten. «Bei schlechtem Wetter wird es schwierig für uns», sagt die Bereichsleiterin Céline Günther. Es wirkt in der Tat etwas leer in der hellen Bar, fehlen doch hier und da einige Tische, um den Abstand sicherzustellen. Auf Trennwände hat Günther verzichtet – wie praktisch alle Betriebe der Aaremauer entlang – auch an der Bar. Denn Selbstbedienung gibt es vorübergehend nicht mehr. «Zum ersten Mal in den vergangenen 25 Jahren machen wir Tischservice», sagt sie lachend. Es seien bereits Leute aufgetaucht, die das nicht verstehen wollen. «Aber ich gehe davon aus, dass in zwei Monaten wieder alles in Ordnung sein wird.» Bis dahin arbeitet sie mit doppeltem Personal und kürzeren Arbeitszeiten. «Wir wollen in dieser Zeit bei den Leuten sein und nach zwei Monaten einfach wieder arbeiten können.»

Die offenen Bars und das sommerliche Wetter ziehen die Leute an das «Aaremürli» wie das Licht die Motten. Trotz Wochenbeginn sind mehr als die Hälfte der Tische besetzt und es wird konsumiert, als wolle man das Defizit der letzten Monate ausgleichen. Die Schutzmassnahmen werden jedoch weitgehend eingehalten, man respektiert die neuen «Spielregeln» am Landhausquai. «In die Bar wäre ich aber nicht gesessen», sagt eine Frau aus Derendingen, die es sich mit einer Freundin in der schattigen Meistergasse gemütlich gemacht hat.

Zu gross sind noch die Hemmungen, die durch die Krise entstanden sind. «Wir haben es aber vermisst, uns treffen zu können.» Ein anderer Gast fragt sich berechtigterweise: «Wie wird das am Wochenende hier aussehen, wenn es am Montag bereits so voll ist?» Ob sich die Leute dann noch an die Regeln halten, wird sich zeigen.

«The Dock» bleibt vorerst geschlossen.

«The Dock» bleibt vorerst geschlossen. 

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