Solothurn

Der Kauf des Hauses Hirschen ist ein Geschenk für das Wirken der Frauen

Präsidentin Brigitte Marti freut sich über das 100-Jahr-Jubiläum des Gemeinnützigen Frauenvereins.

Mit einem Festakt und vielen geladenen Gästen blickte die Sektion Solothurn des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins auf die bewegte Geschichte des Hauses Hirschen zurück, das mutige Frauen vor 100 Jahren erworben und ständig neuen Bedürfnissen angepasst haben. «Das Ziel war von Beginn an Frauen zu unterstützen, die Hilfe nötig hatten», gab Präsidentin Brigitte Marti in ihrer Begrüssung zu bedenken und bezeichnete den Kauf des damaligen Hotels und den dahinterstehenden Gedanken als grosses Geschenk, das es wert sei ein bisschen demütig zu sein. Noch heute fühle sich der Verein verpflichtet, sich für karitative Anliegen zu engagieren und neue Ideen umzusetzen.

Früchtesirup statt Alkohol für die Soldaten

Maya von Gunten, prominente Kennerin der Stadtgeschichte, unterhielt die Gäste mit interessanten Details über die Zeit, als im «Hirschen» noch Flick-, Koch- und Krankenpflegekurse veranstaltet wurden, man intensiv über Erziehungsfragen, das Frauenstimmrecht, Hausfrauenarbeit und andere Frauenpflichten diskutierte und das Brot noch 33 Rappen kostete. Die Zeit auch, als emsige Frauen während des Krieges 285 Soldatenhemden nähten und unzählige Sockenpaare und Pulswärmer strickten, dazu Orangen- und Zitronensirup brauten, damit die Soldaten nicht auf Alkoholika ausweichen mussten.

Vize-Stadtpräsident Pascal Walter überbrachte Grüsse aus dem Stadtpräsidium und Mario Ursprung begeisterte mit einem Melodienstrauss quer durch die Jahrhunderte. Für die Bevölkerung geht es morgen Samstag weiter mit einer Strickberatung, dem Literaturcafé, Aktivitäten für Kinder und dem A-cappella-Trio May. Ein Sonntagsbrunch und Lottospiel bilden den Abschluss der Jubiläums-Feierlichkeiten.

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