20,3 Grad ist ein stolzer Sommerwert für den Juni, das Monatsmittel liegt damit 3 Grad über dem langjährigen Mittel. Vergleiche mit dem Juni des Jahrtausendsommers 2003 sind dagegen absurd, schnitt dieser doch nochmals um 2,5 Grad wärmer ab als die vergangenen 30 Tage.

Dank den kräftigen Gewitterregen in den ersten 13 Junitagen brachte es der Monat in Solothurn doch noch auf 85 Liter oder Millimeter Regen pro Quadratmeter oder rund zwei Drittel der durchschnittlichen Monatsmenge. Im Wallierhof Riedholz kam mit 90,1 Litern noch etwas mehr zusammen.

Nach uns die Sintflut

Der Monatsauftakt fiel nach den massiven Gewittern in den letzten Maitagen noch recht freundlich aus. Doch hatte sich die Atmosphäre schon bis zum 3. Juni wieder so weit aufgeladen, dass Gewitter unausweichlich blieben. Eines der ganz bösen Art entlud sich am 4. Juni mit Starkregen.

Die 20 Millimeter innert kürzester Zeit blieben für einige Keller nicht folgenlos. Nach einem ruhigen Tag zog am 6. Juni bereits eine nächste, schwere Gewitterfront auf, sie brachte allerdings etwas weniger Niederschlag mit sich. Schon am 8. Juni war es aber wieder so weit, und nach nur drei trockenen Tagen goss es ab dem 11 bis 13. Juni nochmals wie aus Kübeln. Fast die Hälfte der gesamten Monatsmenge resultierte aus dieser kurzen Zeitspanne.

Sommer-Revival

Dies war auch temperaturmässig der Tiefstpunkt, kletterte doch am 13. Juni das Thermometer nur noch gerade bescheidene 15 Grad. Ansonsten blieb aber die berüchtigte Schafskälte in der ersten Junihälfte eine Episode. Denn nun setzte sich mehrheitlich sonniges und trockenes Wetter durch. Auf den Sommerbeginn am 21. Juni – auch der längste Tag – wurde es gar sommerlich heiss. Just aufs Märetfescht hin sickerte allerdings Höhenkaltluft ein, was zu empfindlich kühlen Nächten führte.

In der letzten Juniwoche wirkte dann eine mitunter sehr ruppige Bise als Spielverderber, Regen allerdings fehlte bis zuletzt völlig, und die Gartenbesitzer mussten viel Wasser in ihre Pflanzenwelt investieren.

Wieder Gewitter

Das absolute Hochsommer-Feeling am Wochenende macht nun labilem Tagesgangwetter Platz, mit durchaus sonnigen Phasen vormittags, gefolgt von je nach Region kräftigen Gewittern, die wir schon vom Mai und Juni-Beginn her kennen. Trockener und schön warm siehts am Wochenende aus. Dann könnte es erst Mitte Juli zu einer gröberen Sommer-Delle kommen. Aber sicher ist das noch keineswegs.