5,5 Grad im Monatsmittel, das ist Rekord. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Januar mit minus 2 Grad im absolut frostigen Bereich. Diesmal gabs nicht einen Eis- und Schneetag, nur zweimal fiel etwas Schnee, der sich aber nicht halten konnte. Nur der Januar 2007 war ähnlich warm gewesen, aber mit 4,5 Grad im Monatsmittel doch noch ein Grad «kühler» als der jetzige. Diesmal blühte zuletzt in Solothurn der Krokus und erste Balzlieder der Amseln waren zu hören.

Nach dem sehr nassen Dezember folgte nun ein noch feuchterer Januar mit 293,2 Millimetern Regen im Wallierhof Riedholz und «nur» 160 in Solothurn – «normal wären rund 120 Liter. Die durchnässten Böden liessen riesige Wasserlachen entstehen, vor allem aber sorgten sie dafür, dass massenhaft Bäume beim grossen Wintersturm Burglind vom 3. Januar entwurzelt wurden. Die Schäden waren vor allem in der Stadt weit gravierender als bei «Lothar» 1999.

Der Wind, der Wind...

Nach einem nassen Neujahrstag setzte «Burglind» das erste stürmische Ausrufezeichen, dem der etwas schwächere Sturm Evi am 17. Januar folgte. Zwischenzeitlich war es ruhig und neblig gewesen, doch mit «Evi» setzte eine weitere mehrtägige Starkregenperiode ein – zuerst noch durchsetzt mit Schnee.

Höhepunkt war der Montag, 22. Januar: Allein in Solothurn fielen innert 24 Stunden 50 Liter oder Millimeter Regen. Dafür wurde man ab dem 23. mit drei recht sonnigen Tagen verwöhnt, und das Thermometer kletterte nachmittags gar in den zweistelligen Bereich. Die einst prächtige Schneedecke auf der ersten Jurakette wurde durch diese Wärmeperiode, aber noch mehr durch die zuvor auf über 2000 Meter gekletterte Schneefallgrenze arg reduziert.

Kalte, aber trockene Fasnacht?

Natürlich ist ganz Honolulu gespannt auf die Trends für die nächste und übernächste Woche. Nun, bis und mit Fasnachtssonntag schaut es derzeit nach zuerst kalten Nächten bei kaum Niederschlagsneigung aus. Grösser ist das Pflotsch-Risiko derzeit noch am Fasnachtsdienstag und vor allem Aschermittwoch. Aber es ist durchaus möglich, dass ein in der nächsten Woche angezeigtes Hoch über den Fasnachtsmontag hinaus durchhält.

Noch eine positive Meldung: Starkwinde oder gar Stürme sind aktuell nicht in Sicht – ein Problem, dass Honolulu in den letzten zwei Jahren an den Umzügen strapaziert hatte. Aber noch ist es zu früh für Entwarnung.