«Wir haben alle 250 Aussteller befragt, und die meisten von ihnen schätzen, dass mehr Besucher an dieser HESO waren als im Vorjahr», zieht HESO-OK-Präsident Roger Saudan ein erstes Fazit. Obwohl er selbst subjektiv nicht ganz denselben Eindruck hatte, könnten die Aussteller aufgrund des idealen Messewetters recht gehabt haben. Die sei umso erfreulicher, weil Saudan die Wirtschaftslage als «recht schwierig» einschätzt. Doch ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei die Werbung einerseits durch die Medien selbst gewesen, dann aber auch durch die Aussteller, während die HESO-Leitung ihre Werbeanstrengungen insbesondere auf die Nachbarregionen wie das Seeland und Biel fokussiert habe. Dass diese Strategie Früchte trägt, bestätigen auch etliche Aussteller.

 Hohe Zufriedenheitswerte

Ebenfalls von verschiedenen Ausstellern gabs Komplimente für das bis auf Roger Saudan rundum erneuerte Messe-OK, Der OK-Präsident zollt seinem jetzigen Team ebenfalls Anerkennung: «Es macht Spass, mit den jungen Leuten zusammenzuarbeiten.» Zum Ausdruck kommt die Ausstellerzufriedenheit auch in den erhobenen Umfragewerten: Rekordverdächtige 85 Prozent (Vorjahr 78 Prozent) bewerteten ihre Resultate mit «gut bis sehr zufrieden», nur 13 Prozent waren lediglich zufrieden und der Anteil der Unzufriedenen sank von den letztjährigen 5 auf gerade noch 2 Prozent. Dagegen gaben 80 Prozent der Ausstellenden an, gegenüber dem Vorjahr gleich gut oder gar besser gearbeitet zu haben – auch dieser Wert hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent erhöht.

Satte 97 Prozent stehen für eine fast vollständige «Rundum-Zufriedenheit» mit dem Gesamteindruck der Herbstmesse Solothurn. Dazu habe auch die Sonderschau «Solothurn erneuert sich» sowie das attraktive Rahmenprogramm im Schanzengraben mit dem «Nightstyle»-Angebot, dem neuen Festzelt «zur Schanze», dem «Red Grizzly Saloon», dem Streichelzoo der Biobauern, aber auch dem Schwinger- und Jugendzelt beigetragen. Oder wie es Roger Saudan ausdrückt: «Aus unserer Sicht war die HESO 2012 eine schöne und attraktive Messe.»

Nachtleben grösstenteils gesittet

Abgesehen vom Zwischenfall mit einigen Linksautonomen am ersten HESO-Wochenende, der laut Roger Saudan «mit uns eigentlich nichts zu tun hatte», verlief das Nachtleben von einigen kleineren Reibereien abgesehen gesittet. «Im Auge müssen wir die Abläufe im hinteren Bereich des Messeareals, gegen das Kunstmuseum hin, behalten, sieht Saudan noch punktuelles Optimierungspotenzial im Sicherheitsbereich. Eigentliche Lärmbelästigungsklagen seien dagegen nicht eingegangen, und die Event-Veranstalter hätten sich an die Vorgaben der HESO-Leitung gehalten.