Solothurn

Der Henzihof wurde zu neuem Leben erweckt

Mit vier Handwerkmarktständen, einem Flohmarkt und diversen Verpflegungsmöglichkeiten wurde die erste Initiative für die Zwischennutzung des Henzihofs umgesetzt.

«Es gibt viele Besucher und Interessenten», sagt Natahlie Rochat Schumacher am Handwerkermarkt hinter ihrem Stand. Sie ist die Erste, deren Plan für die Zwischennutzung des Henzihofes am Samstag umgesetzt wurde. Die Schmuckherstellerin und Gründerin des «Märet 11», einer Gemeinschaft von zirka 10 Handwerkskünstlerinnen, suchte nach Möglichkeiten ihre Ware persönlich an die Kunden zu bringen. Als Weststädterin lag es nahe, ihre Vorstellungen im Henzihof umzusetzen. So entstand die Idee zum Handwerkermarkt. Während sie für die Organisation der Ausstellung zuständig war, sorgte die Quartierarbeit Weststadt für die Infrastruktur und das leibliche Wohl. Den Prozess von der Idee bis zur endgültigen Durchführung fand Nathalie Rochat Schumacher ziemlich unkompliziert. Auch deshalb möchte sie eine Weiterführung ihrer Idee. «Eine regelmässige Nutzung von etwa vier Mal im Jahr wäre toll,» erzählt sie mit französischen Akzent.

Diverse Projekte unmittelbar vor dem Start

«Die vorher leeren Räumlichkeiten wirken richtig lebendig mit den Ständen drin», zeigt sich Seraina Vetsch begeistert. Die Jugend- und Quartierarbeiterin war für die Projektleitung zuständig. «Es mussten diverse bauliche Massnahmen getroffen werden, bevor wir diese erste Idee umsetzen konnten,» begründet sie den langen Zeitraum vom Auftakt der Zwischennutzung am 30. Juni bis jetzt. Diverse weitere Vorschläge seien bereits eingegangen. Zum Beispiel die Initiative «Offenes Kunstatelier». «Die zwei jungen Künstler möchten einen Ort, wo sich Kunstschaffende treffen und kreativ sein können», erklärt Regula Aepli. Die abtretende Quartierarbeiterin macht an diesem Samstag für die Besucher eine Führung durch den Henzihof.

Im oberen Stock erzählt sie von einer weiteren Initiative. Der Zirkus Pitypalatty möchte das Obergeschoss als Trainingsraum für Luft- und Bodenakrobatik nutzen. «Nach den statischen Abklärungen mit dem Ingenieur sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden können», sagt sie. Beim Lusthäuschen, dem letzten Halt der Führung, erklärt ein Mitglied des Quartiervereins, dass hier monatlich kulturelle Anlässe unter dem Label «à la folie» stattfinden würden.
Die Zwischennutzung ist Regula Aeplis letztes grosses Projekt als Quartierarbeiterin bevor sie diese Woche ihr Amt niederlegt. Kein Grund um wehmütig zu werden: «Mit meinen zwei Nachfolgerinnen ist die Quartierarbeit in guten Händen», ist sie überzeugt.

Wechsel in der Führung

Anita Abegglen (links) und Seraina Vetsch (rechts)

Anita Abegglen (links) und Seraina Vetsch (rechts)

Anita Abegglen (links) und Seraina Vetsch (rechts) teilen sich die Nachfolge von Regula Aepli. Die Jugendarbeiterin Seraina Vetsch ist seit August angestellt. Anita Abegglen übernimmt mit 80 Prozent den Hauptteil. Die soziokulturelle Animatorin trat ihre Stelle vor zwei Wochen an. Neben der Einarbeit ins neue Amt habe sie erste Kontakte knüpfen können: «Von der Quartierbevölkerung bis zur Politik sind auf den verschiedensten Bereichen Menschen vertreten. Das ist sehr spannend», schwärmt sie von ihrer bevorstehenden Aufgabe.

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