Solothurn

Der Henzihof wird zum Quartiertreffpunkt auf Probe

Unter dieser Affiche soll das Henzihof-Projekt segeln.

Unter dieser Affiche soll das Henzihof-Projekt segeln.

Erhalten soll er bleiben und nun für eine dreijährige Zwischennutzung «fit» gemacht werden - der Henzihof in der Solothurner Weststadt. Dabei stellt Stadt ihr Projekt mit einem Umnutzungsgesuch vor.

Letztes Jahr wurde der Abbruch des Henzihofs geprüft, und im Januar entschid dann der Gemeinderat, dass der alte Bauernhof zu erhalten und in die Weitblick-Planung des dortigen Baufelds integriert werden soll. Gleichzeitig wurde das Stadtbauamt beauftragt, den nicht bewohnten Teil des Hauptgebäudes, der im noch zu verabschiedenden Bauinventar als «schützenswert» eingestuft wird, für eine Zwischennutzung nutzbar zu machen – und zwar, ohne ein Präjudiz für eine spätere Nutzung zu schaffen.

Die Zwischennutzung soll auf drei Jahre begrenzt werden, um den effektiven Bedarf und die Ausmasse eines allfälligen Quartierzentrums zu definieren. Der Wunsch eines Quartierzentrums dort war aus Kreisen rund um den Quartierverein Weststadt laut geworden, genauso wie die Forderung, das inzwischen renovierte Lusthäuschen nebenan zu erhalten.

Wie der Betrieb aussehen soll

Der künftige Quartiertreff soll ohne Konsumpflicht und nicht gewinnorientiert sein und Raum für kulturelle Anläse aller Art, aber auch Vereinsanlässe sowie Kleinwerkstätten bieten. Der Aussenraum ist als Aufenthaltsraum und Spielplatz auch für Kinder vorgesehen, als Gemeinschaftsgarten und für Kunstprojekte oder Quartierfest zur Verfügung stehen.

Vorgesehen sind Öffnungszeiten am Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr, an Freitagen und Samstag bis 23 Uhr, am Sonntag von 9 bis 20 Uhr. Aus Brandschutzgründen ist die Besucherzahl im Henzihof auf 300 Personen limitiert, ab 200 Anwesenden ist ein Sicherheitsdienst aufzubieten.

Wie es weitergeht

Bereits entrümpelt und gereinigt wurde die Scheune des Hofs. Laut Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt, sei die Sicherung der Bausubstanz bis Ende Juni abgeschlossen. Am Sonntag, 30. Juni, finde dann «der Brunch der Ideen» statt. Regula Aepli, Verantwortliche der Quartierarbeit Solothurn-West ist dabei für die Information und Koordination zuständig. Weiter sei vorgesehen, dass die Quartierarbeit über Regula Aepli die partizipativen Prozesse initiiert, fördert und koordiniert, und zwar zusammen mit den Büros in situ und denkstatt sarl. «Dabei ist das Ziel, die Bedürfnisse und Nutzungspotenziale auszutarieren und mit Eigenleistungen der Interessierten umzusetzen», so Lenggenhager. Deshalb sollen die Innen- und Aussenräume noch diesen Sommer für die unterschiedlichen Zielgruppen nutzbar werden. Der

Gemeinderat hatte im Januar - 170'000 Franken für die Reparaturkosten und eine minimale Zwischennutzung, sowie 160'000 Franken für den Betrieb – ein Quartier- und Baubüro – während der dreijährigen Zwischennutzung gesprochen. Im jetzigen Baugesuch ist zudem die Schaffung von vier Parkplätzen sowie eines Weges zum Lusthäuschen enthalten.

Verwandtes Thema:

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

Meistgesehen

Artboard 1