Euro 2016
Der harte Kampf um die Fussball-Fans: Solothurner Public Viewing im Vergleich

Zwei grosse Anbieter zeigen Live-Fussball in Solothurn. Beim Auftaktspiel der Nati haben wir beide getestet. Ein ganz enges Duell.

Hans Peter Schläfli
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Public Viewing Solothurn: Beach Style Dome (l.) und Rythalle (r.) buhlen um Zuschauer.

Public Viewing Solothurn: Beach Style Dome (l.) und Rythalle (r.) buhlen um Zuschauer.

Hans Peter Schläfli

Der Kampf um die Solothurner Fussballfans ist eröffnet und er endet mit einem Unentschieden: «Ausverkauft» stand bei «SO geht Fussball» an der Tür zur Rythalle und auch der «Beach Style Dome» auf dem Dornacherplatz war am Samstag zum Bersten voll.

Auf dem Menü stand das Spiel der Albaner mit dem Schweizer Kreuz gegen die Schweizer mit dem Adler auf der Brust. Ein Bruderduell – nicht nur zwischen Taulant und Granit. Und mitten in einem Sommer, der eigentlich ein Winter ist, rettet ein Sommer die Schweiz.

Hier gibts zum feinen Essen noch einen spannenden Match, da zum spannenden Match noch ein feines Essen. So wie die Melange der beiden Nationalmannschaften wirken auf den ersten Blick auch die Konzepte der grossen Solothurner Public Viewings. Aber was auf den ersten Blick wie zweimal das Gleiche wirkt, ist am Ende doch ein ganz anderes Erlebnis. Zwei unterschiedliche Konzepte kämpfen im kleinen Städtchen um die Fussballfans. Public Vewing wie es unterschiedlicher nicht sein könnte.

Harte Konkurrenz gut für Fans

Bei «SO geht Fussball» sitzt man an Festbänken und dreht den Kopf zum Grossbildschirm. In der Rythalle geht ein familiäres Fest für Feinschmecker ab – was vor allem für die Ronaldo Lounge gilt. Hier gibt es für 59 Franken Leckereien à discrétion.

Der Beach Style Dome ist eine lockere Fussballparty für Fans, die auch gerne fein essen und trinken möchten. Hier sind alle Blicke auf den Grossbildschirm gerichtet, auch die der Zuschauer in der VIP-Zone. Das Fussballerlebnis steht hier im Zentrum – und dazu die übliche Party einer Fanzone natürlich.

Der einzige Trost für die albanischen Schweizer und die schweizerischen Albaner: Mit dem Torschützen Fabian Schär und dem Goalie Yann Sommer haben zwei Spieler mit echt eidgenössischen Namen den Match entschieden. Und der Sommer könnte auch im Public Viewing die Entscheidung bringen. In diesem Fall aber nicht der Yann, sondern die Jahreszeit. Wird das Wetter schön, dann ist der Garten mit Hüpfburg und Sand-Fussballfeld der grosse Trumpf, der für «SO geht Fussball» stechen könnte, während die Rythalle bei Regen für einen solchen Anlass doch etwas gar düster ist. Bleibt der Sommer ein Winter, dann ist der Sandstrand im grandiosen, lichtdurchfluteten «Beach Style Dome» ein garantiertes «Full House». Aber das Beste an der Konkurrenz im Public Viewing: Als Solothurner Fussballfan kann man nur gewinnen.