Solothurn-Unterer Leberberg

Der geplante Pastoralraum nimmt nun Formen an

Der Pastoralraum wird Tatsache. (Symbolbild, Archiv)

Der Pastoralraum wird Tatsache. (Symbolbild, Archiv)

Die Entscheide zum Zweckverband für den Pastoralraum Solothurn – Unterer Leberberg sind getroffen.

Die vier römisch-katholischen Kirchgemeinden Flumenthal- Hubersdorf, Günsberg-Niederwil-Balm, St. Niklaus und Solothurn haben an ihren Kirchgemeindeversammlungen von Anfang März den Beschluss zur Gründung eines Zweckverbandes gefasst. Damit sollen die Trägerschaft und die Organisation der Zusammenarbeit für den künftigen Pastoralraum geschaffen werden, in welchem ab diesem Herbst eine gemeinsame Pastoral für alle zugehörigen Pfarreien erfolgen wird.

Die Versammlungen entschieden sich für das von den Räten beantragte Zweckverbandsmodell, weil damit die Mitwirkung und Verantwortungsteilung der sehr heterogen strukturierten Kirchgemeinden am ehesten realisiert werden können. Es entspricht in seiner Organisationsform auch jener innerhalb des Pastoralraumes für die Erledigung der Aufgaben der Pastoral. Als mögliche Variante der Zusammenarbeitsform wurde das Modell «Zusammenarbeitsvertrag mit Leitgemeinde» verworfen.

Wie das Geld verteilt werden soll

Die – ebenfalls gutgeheissenen – Statuten des Zweckverbandes bilden das zentrale Element und Regelungswerk für die künftige Zusammenarbeit. Darin sind die Zusammensetzung und die Kompetenzen der Gremien festgelegt. Die Delegiertenversammlung als oberstes Organ beschliesst Budget und Jahresrechnung des Zweckverbandes. Sie wählt das Präsidium und den Vorstand, die Leitung des Pastoralraumes und die Revisionsstelle. Zudem beschliesst sie die erforderlichen Verordnungen und Reglemente zur Verwirklichung der Statuten, wie beispielsweise die Dienst- und Gehaltsordnung sowie den Stellenplan.

In den Statuten ist auch die Verteilung der Kosten unter den Kirchgemeinden festgelegt. Diese erfolgt hauptsächlich nach Anzahl Kirchgemeindeangehöriger mit einer moderaten Berücksichtigung der Steuerkraft der Kirchgemeinden.

Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern, je einem Mitglied pro Kirchgemeinde und einer Präsidentin oder einem Präsidenten aus einer der Kirchgemeinden. Er ist vornehmlich Exekutivorgan für die Erledigung der laufenden Geschäfte, für die Wahl der Mitarbeitenden und für die Vorbereitung der Geschäfte für die Delegiertenversammlung.

Die Kirchgemeinden übertragen den Gremien des Zweckverbandes relativ viele und einschneidende Kompetenzen, die bis anhin zur eigenen Entscheidungsbefugnis gehörten. Trotzdem behalten die Kirchgemeinden ihre Aufgaben und Kompetenzen im Bereich der Verwaltung, Finanzen, Liegenschaften, Personal im ausserpastoralen Bereich.

Kommunikation, Vertrauen und Toleranz sind wichtig

«Für ein gutes Zusammenwirken von Kirchgemeinden und Zweckverband im Interesse eines erfolgreichen Pastoralraumes wird es einer guten Kommunikation und einer guten Portion Vertrauen und Toleranz auf allen Seiten bedürfen», hält dazu die Arbeitsgruppe Kirchgemeinden fest, der Karl Heeb, Thomas Hilger, Thomas Ruckstuhl, Krista Rüst und Gerd Uebelhart angehören.

Bis die Gremien des Zweckverbandes in Amt und Funktion sind, übernehmen die bestehenden Kirchgemeindepräsidien als Arbeitsgruppe die Erledigung der erforderlichen Arbeiten.

Informationsabend ist geplant

Mittlerweile arbeitet die Projektgruppe Pastoral weiter am Pastoralraumkonzept, in dem die Grundzüge und Inhalte der pastoralen Aufgaben innerhalb des Pastoralraumes definiert werden. Darüber wird die Projektgruppe an einem weiteren Anlass informieren. Er findet provisorisch am Donnerstag, 7. Mai um 19 Uhr im Pfarrsaal St. Ursen, in Solothurn, statt. (mgt)

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